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Mannschafts-Europameister der Juniorinnen im Damendegen 2015

EM-Mannschafts-Gold für Degenfechterin Alexandra Ehler

Das deutsche Juniorenteam holt sich gegen Russland den Europameistertitel und die 19-jährige Ehler erfüllt sich ihren großen Traum

Alexandra Ehler
Es ist geschafft!
Waldkirch/Maribor (hbl). Endlich, ihr großer Traum ging in Erfüllung. Mit dem deutschen Juniorenteam im Damendegen holte Alexandra Ehler (Heidenheimer SB/SV Waldkirch) nicht nur eine Medaille, sondern gleich Gold und somit den Europameistertitel nach Deutschland. Im Finale besiegte Ehler mit Anna Hornischer, Nadine Stahlberg und Kristin Werner den amtierenden Junioren-Weltmeister Russland mit 45:38 Treffern und sorgte damit für den Deutschen Fechter-Bund am letzten Wettkampftag einen goldenen Abschluss der Junioren-Europameisterschaften in Maribor (Slowenien).

Alexandra EhlerSchon seit Jahren hatte Alexandra Ehler, die in Waldkirch groß gewordene Degenfechterin, den Traum von einer EM- oder WM-Medaille. Bei deutschen Jugendmeisterschaften hatte sie schon 11 Medaillen gesammelt, doch bei Welt- oder Europameisterschaften blieb ihr bisher eine Medaille versagt. Einmal mehr begann die Junioren-Europameisterschaften (17-20 Jahre) im slowenischen Maribor für die im Sportinternat Heidenheim lebende Alexandra Ehler im Einzelwettbewerb mit einem Wechselbad der Gefühle. Mit Platz 33 lief es für die 19-Jährige nicht optimal und sie war auch nicht zufrieden. Sie erreichte zwar die K.O.-Runde der besten 64, doch dort traf sie auf ihre deutsche Teamkollegin Nadine Stahlberg. Gegen die deutsche Ranglistenerste lieferte Ehler einen großen Kampf, schied aber äußerst knapp mit einer 14:15 Niederlage aus. Nadine Stahlberg (Offenbach) erreichte immerhin Platz 16. und Anna Hornischer (Heidenheim) Platz 13.

Mannschafts-Europameister der Juniorinnen im Damendegen 2015Doch dann kam am letzten Tag der goldene Abschluss der EM mit dem Juniorenteam. „Eine Supermannschaft, jeder hatte Vertrauen in den anderen“ kommentierte die 19-jährige Alexandra Ehler den Grundstein des Erfolges. Eine Medaille war schon ihr großes Ziel. Doch das Turnier war lang, die Gegner stark, so dass es am Ende doch eine „faustdicke Überraschung“ war, so die Meldung des Deutschen Fechterbund. Sie haben sich von Kampf zu Kampf gesteigert, lobte Delegationsleiter und Degenspezialist Walter Steegmüller das Juniorenteam. Mit 45:40 besiegte im Achtelfinale die deutsche Mannschaft mit Alexandra Ehler (Heidenheimer SB/SV Waldkirch), Anna Hornischer, Kristin Werner (beide Heidenheim) und Nadine Stahlberg (Offenbach) Rumänien und setzte mit einem ungefährdeten 45:27 Siege gegen Schweden ein weiteres Ausrufezeichen. Mächtig zu kämpfen hatten die Mädchen dann aber im Halbfinale gegen die Schweiz, behielten jedoch mit 45:43 die Oberhand, eine Medaille war damit sicher.

Alexandra Ehler bringt das deutsche Team in Führung

Mannschafts-Europameister der Juniorinnen im Damendegen 2015Im Finale stand für die deutsche Mannschaft mit dem amtierenden Junioren-Weltmeister Russland ein dicker Brocken. Die Offenbacherin Nadine Stahlberg, die Heidenheimerinnen Anna Hornischer und Alexandra Ehler gingen sehr konzentriert auf die Planche. „Man hat gemerkt, sie haben ein Ziel“, so DFB-Delegationsleiter Steegmüller. Keiner ließ den anderen voranziehen, es stand 10:10 als Alexandra Ehler erstmal in das Finale eingriff. Gegen Alena Komarova zeigte die 19-Jährige dann eine Topleistung und brachte das deutsche Team mit 15:13 in Führung, die sie bis zum Schluss nicht mehr abgab. In ihrem nächsten Gefecht setzte Ehler weitere 5 Treffer und im vorletzten Kampf konnte sie gegen Daria Filina wieder den alten 3-Treffer-Vorsprung herstellen, aber immer noch ein enges Gefecht. Doch dann kam der große Auftritt von Nadine Stahlberg. Die deutsche Ranglistenerste ließ der Russin Victoria Kuzmenkova keine Chance und konnte den viel umjubelten 45:38 Siegtreffer einfahren. Das war die Goldmedaille und erste EM-Titel für ein deutsches Junioren-Damendegenteam. Tränen habe sie gehabt, schildert Alexandra Ehler, sie konnte es selbst einen Tag nach dem EM-Triumph kaum glauben, doch die Freude war riesig.

Mannschafts-Europameister der Juniorinnen im Damendegen 2015

Im April wartet mit der WM die nächste große Aufgabe

„Ein tolles Ergebnis der Mädchen. Letztendlich hat das Ergebnis auch die Nominierung gerechtfertigt“ ergänzte Walter Steegmüller vom Deutschen Fechter-Bund, was man auch in Waldkirch gerne hört. Denn bis zum Sommer 2012 wurde Alexandra Ehler bei der Waldkircher Fechtabteilung ausgebildet, ehe sie ins Fechtinternat Heidenheim wechselte und unter dem ehemaligen Bundestrainer Piotr Sozanski trainiert. Damit holte sie für Waldkirch nach EM-Mannschafts-Bronze von Jens Frohnmüller im Jahre 2010 in Athen eine weitere EM-Medaille, eine Bestätigung für die sehr gute Jugendarbeit am südbadischen Fechtstützpunkt und „Zentrum für Nachwuchs-Leistungssport des DFB“.

Doch für die frisch gebackene Goldmedaillengewinnerin bleibt kaum Zeit zum Verschnaufen, denn bereits im April steht die Junioren-Weltmeisterschaft vor der Tür. Dort kann der Deutsche Fechter-Bund im Einzel nur 3 Fechterinnen an den Start schicken. Ob sie wieder dabei sein wird, könne sie im Moment noch nicht sagen, so Alexandra Ehler. Doch mit der Mannschaft sei sie dabei, wo Deutschland schließlich als Europameister an den Start gehen wird.

Alexandra Ehler für die EM in Maribor qualifiziert

Waldkirch/Heidenheim (hbl).  Degenfechterin Alexandra Ehler ist eine von vier Starterinnen bei den Junioren-Europameisterschaften (EM). Als Dritte der deutschen Rangliste wurde sie vom Deutschen Fechter-Bund für die Junioren-EM nominiert und steht im März sowohl im Einzel als auch mit der Mannschaft in slowenischen Maribor auf der Planche.

Alexandra EhlerDie 19-jährige Degenfechterin, für Heidenheim und Waldkirch startend, hat sich mit der EM-Teilnahme in Maribor (Slowenien) wieder ein großes Ziel erfüllt. Der Wechsel von Waldkirch ins Fechtinternat Heidenheim hat sich gelohnt, wie ein Blick auf die deutsche Junioren-Rangliste zeigt. Zusammen mit Nadine Stahlberg (Offenbach) und den zwei anderen Vereinskolleginnen aus Heidenheim Anna Hornischer und Kristin Werner vertritt die in Waldkirch groß gewordene Alexandra Ehler im März die deutschen Farben. Sie nimmt somit an den Einzelkämpfen teil und tritt auch mit der Mannschaft im europäischen Teamwettbewerb an.

Alexander Riedel
Alexander Riedel
Auf der Zielgerade hat Alexander Riedel vom SV Waldkirch leider den Kampf um die EM-Teilnahme knapp verpasst. Lange Zeit lag der ebenfalls 19-Jährige gut im Rennen. Doch in den letzten zwei Turnieren hatten zwei Kontrahenten die besseren Ergebnisse vorzuweisen. Zum vierten Fechter Samuel Unterhauser (Tauberbischofsheim) fehlten Alexander Riedel bei 54 Punkten knappe 5 Punkte zur Teilnahme an den Europameisterschaften.

Alexandra Ehler startet am Dienstag bei den Europameisterschaften

Drei Podestplätze bei Junioren-Weltcups lassen die Ex-Waldkircherin für Budapest hoffen

Waldkirch/Heidenheim (hbl). Hoffnungsvoll startet Degenfechterin Alexandra Ehler am Dienstag in die Junioren-Europameisterschaften in Budapest und will um eine Medaille kämpfen. Am Donnerstag dann der Teamwettbewerb, bei dem sie mit drei Offenbacherinnen die deutschen Farben bei der EM vertreten wird.

Die 17-jährige Alexandra Ehler hat sich mit glänzenden Plätzen bei den letzten Junioren-Weltcupturnieren im Damendegen für die Europameisterschaft in Budapest qualifiziert. Noch vor einem dreiviertel Jahr für den SV Waldkirch startend hat sie nun im Bundesfechtstützpunkt nicht nur Fuß gefasst, sondern sich unheimlich weiter entwickelt. Damendegen-Bundestrainer Piotr Sozanski (Heidenheim) zugleich Heimtrainer der Ex-Waldkircherin zollt Ehler große Anerkennung, die sehr hart und intensiv bei ihm trainiere. Die Umstellung in das Internat sei am Anfang für das junge Mädchen doch etwas schwierig gewesen, doch habe sie dann recht bald ihren Rhythmus gefunden so der langjährige Bundestrainer. Es sei erstaunlich, wie schnell sie sich an ihrem neuen Wirkungskreis etabliert habe und sich als Erste nicht nur für die Europameisterschaften, sondern jetzt schon für die Weltmeisterschaften der Junioren im April qualifiziert habe.

So schaut man im Waldkircher Fechtlager voller Stolz nach Heidenheim, wohin Alexandra Ehler und ihre ein Jahr ältere Schwester Olga zu Saisonbeginn gewechselt sind. Für Olga hat es trotz ihrem 4. Platz der deutschen Junioren-Rangliste für die EM nicht ganz gereicht, da bei den entscheidenden Turnieren ihre Kontrahentinnen besser abgeschnitten haben.

Grundgerüst in Waldkirch erlernt

Das Fechten erlernt haben die zwei Ehler-Schwestern bei der Fechtabteilung des SV Waldkirch, gleichzeitig südbadischer Stützpunkt. Hier hat die 17-jährige Alexandra schon großartige Erfolge gefeiert wie mehrere Medaillen bei Deutschen Meisterschaften belegen. Seit 2009 stellte der SVW jährlich Jugendfechter für die Kadetten- und Junioren Europa- und Weltmeisterschaften. Diese Serie ist jetzt erstmals gerissen, aber die Ex-Waldkircherin springt quasi in diese Lücke ein. Alexandra Ehler ist auch nach dem Wechsel nach Heidenheim eine feste Größe beim Deutschen Fechter-Bund und wurde vom DFB mit Abigail Stech, Nadine Stahlberg und Benita Marx (alle Offenbach) für die im März stattfindenden Junioren-Europameisterschaften im Damendegen nominiert.

Absolut beeindruckend, so Degenbundestrainer Piotr Sozanski, die Bilanz der in der Kandel- und Orgelstadt aufgewachsenen Alexandra. Die starke Rechtshänderin hat nämlich gleich drei Podestplätze bei den letzten Junioren-Weltcupturnieren belegt: einen 3. Platz in Kiew (Russland), einen 2. Platz in Mödling (Österreich) und zuletzt im Februar wieder einen 3. Rang beim Weltcup in Göteborg (Schweden). Und dies in ihrem ersten Juniorenjahr schwärmt Sozanski von seinem neuen Schützling. Somit stehe sie unter großem Druck. Doch für ihn zähle in erster Linie, dass sie in Ungarn gut ficht. Könne sie ihre Leistung abrufen, sei alles möglich.

DFB-Sportdirektor erwartet für das deutsche Team Medaillen

Insgesamt liegen die Erwartungen bei der deutschen Equipe bei allen Disziplinen insgesamt sehr hoch, resümiert DFB-Sportdirektor Sven Ressel im Vorfeld der EM. Ressel rechnet mit einigen Finalplatzierungen und auch Medaillen. Allerdings werden es wohl nur diejenigen schaffen, die sich „voll auf den Wettkampf fokussieren und ihre Leistungsbereitschaft punktgenau abrufen können“.

Alexandra Ehler, derzeitige Zweite der deutschen Juniorinnen-Rangliste, ist bereit, an ihre Grenze zu gehen. In ihrem 1. Juniorenjahr strotzt sie voller Selbstvertrauen, das Training bei DFB-Disziplintrainer Piotr Sozanski in Heidenheim bekommt ihr gut. Nach einer krankheitsbedingten Pause hat sie jetzt das Training wieder aufgenommen; „es läuft wieder“ ihr kurzer Kommentar. Sportlich sei der Wechsel zum Heidenheimer SB zu wechseln goldrichtig gewesen wie auch die drei Podestplätze der Weltcupturniere der Juniorinnen (17-20 Jahre) belegen. Und ihr Ziel in Budapest? Eine Medaille, so wieder ihre knappe Antwort. Dass sie es schaffen kann, zeigen die Podestplätze in Kiew, Mödling und Göteburg. Aber auch mit dem Team geht sie erwartungsvoll in die EM, denn Deutschland habe eine sehr starke Mannschaft. Nach ihrem 4. Mannschafts-Platz bei den Kadetten-EM in Porec vor einem Jahr, will sie nun eine Medaille mit nach Heidenheim bringen und sie gerne auch in Waldkirch zeigen. Doch wie sagte es DFB-Sportdirektor Sven Ressel: Es gelte die Leistung punktgenau abrufen zu können und, an solch einem Tage müsse alles stimmen. Trotz ihrer noch jungen Karriere hat sie schon EM- und WM-Luft auf der Planche geschnuppert, was von Vorteil sein könnte. So nahm sie bereits im Kadettenalter an zwei Junioren-Europameisterschaften und im vergangenen Jahr noch als A-Jugendliche bei der Junioren-WM. In der Kandel- und Orgelstadt drückt man der Ex-Waldkircherin gleiche beide Daumen, damit sie ihre Ziele in Budapest auf der Planche verwirklichen kann.

Vorschau: Dienstag, 5. März: EM-Einzelwettkämpfe. Donnerstag, 7. März, Mannschaftskämpfe um den EM-Titel.

Degenfechterin Olga Ehler auf Platz 12 der Kadetten-Europameisterschaften

Die SVW-A-Jugend-Fechterin scheiterte in Klagenfurt an der späteren Europameisterin

Waldkirch (hbl). Nervös und zerfahren begannen nach DFB-Trainer Hans-Jürgen Hauch die vier deutschen Degenfechterinnen bei den Kadetten-Europameisterschaften in Klagenfurt (Österreich). Am Ende stand ein 5. Platz von Florina Plachta (Offenbach) und ein sehr guter 12. Platz der Waldkircher Fechterin Olga Ehler. Pech für sie, dass sie beim Einzug in die Finalrunde auf die spätere Europameisterin traf und unterlag. Ihre Schwester Alexandra blieb etwas unter den Erwartungen und landete mit Platz 48 im Hauptfeld.

Olga Ehler bei der EM 2011
Olga Ehler freut sich über ihr Ergebnis bei der Kadetten-EM

Nach einem etwas nervösen Beginn aber einer dennoch souveränen Vorrunde, konnte Olga Ehler (SV Waldkirch) in der K.o.-Runde klare Siege auf ihrer Habenseite verbuchen, ehe sie im Achtelfinale auf die Italienerin Alberta Santuccio traf. Dies war Pech für die 16-jährige aus der Kandel- und Orgelstadt, denn die spätere Europameisterin Santuccio war zu stark, so dass sie schließlich mit 9:15 Treffern verlor. Dennoch war es in ihrem letzten A-Jugend-Jahr eine Bestätigung, dass sie sich in der europäischen Spitzenklasse behaupten kann. Schon vor zwei Jahren überraschte sie mit einem 12. EM-Platz im französischen Bourges. Auch Bundesnachwuchstrainer Hans-Jürgen Hauch (Heidenheim) war mit dem Ergebnis und der umgesetzten Leistung von Olga Ehler zufrieden.

Nicht ganz so rund lief es für die ein Jahr jüngere Schwester Alexandra, die bei ihren ersten EM-Titelkämpfen im Hauptfeld Platz 48 belegte. Die 15-jährige SVW-Fechterin bekam ihre Nervosität leider nicht in den Griff, so DFB-Trainer Hauch, und verlor völlig unnötig beim Einzug in die Runde der letzten 32. Alexandra Ehler schied nämlich gegen die Rumänin Greta Veres hauchdünn mit 14:15 Treffern aus.

Die 3. DFB-Nachwuchsfechterin Kristin Werner (Heidenheim) landete auf dem 62. Platz. Beste Deutsche hingegen war die deutsche Ranglistenerste Florina Plachta (Offenbach), die mit dem 5. Platz nur knapp eine Medaille verpasste.

DFB-Trainer mit der Mannschaft nicht zufrieden

Auch in den Mannschaftswettbewerben ging es in der Finalrunde für das deutsche Team mehr als einmal ganz knapp zu. Florina Plachta, Kristin Werner und die zwei Waldkircherinnen Olga und Alexandra Ehler hatten es im Viertelfinale mit der Mannschaft aus Ungarn zu tun. Ständig im Rückstand liegend verlief das Gefecht um den Einzug ins Halbfinale dann hochdramatisch, als Florina Plachta zum 44:44 ausglich. Doch es sollte nicht sein. Das Wimpernschlaggefecht konnte Ungarn mit 45:44 für sich entscheiden.

Das Damendegenteam bewies jedoch anschließend bei den Gefechten um die Plätze 5 bis 8 Moral, kommentierte DFB-Trainer Hauch, zumal Russland am Rande der Unsportlichkeit kämpfte. Trotz einer Führung verlor die deutsche Mannschaft gegen Russland wieder nur mit einem Treffer weniger mit 38:39. So blieb letztendlich nur das Gefecht gegen Großbritannien, das dann mit einem 45:29 Sieg zu einer klaren Angelegenheit wurde und dem deutschen Team am Schluss den 7. Platz brachte, „zu wenig“ wie DFB-Trainer Hans-Jürgen Hauch feststellen musste. Den EM-Mannschaftstitel gewann Italien vor Polen.

EM Damendegen 2011
Das Damendegenteam, das die deutschen Farben bei den Kadetten-Europameisterschaften im österreichischen Klagenfurt vertrat: (von rechts) Alexandra und Olga Ehler vom SV Waldkirch, Florina Plachta aus Offenbach, Kristin Werner aus Heidenheim und DFB-Bundesnachwuchstrainer Hans-Jürgen Hauch (Heidenheim).

Deutscher Fechter-Bund nominiert Olga und Alexandra für die Kadetten-EM

Wieder zwei Waldkircher Degenfechterinnen für die europäischen Titelkämpfe qualifiziert

Waldkirch (hbl). Der Deutsche Fechter-Bund hat mit Olga Ehler und Alexandra Ehler gleich zwei Degenfechterinnen vom SVW für die Kadetten-Europameisterschaften in Klagenfurt nominiert. Das deutsche Team vervollständigen Florina Plachta (Offenburg) und Kristin Werner (Heidenheim).

Waldkirchs Abteilungsleiter Andreas Haasis-Berner nahm die Nachricht mit großer Freude auf genauso wie Vereinstrainer Andy Langenbacher und Verbandstrainer Jörg Ruppenthal. Vom Südbadischen Fechterbund bewertete Präsident Rainer Göhringer (Schutterwald) und sein Sportwart Peter Riedel (Waldkirch) dies als Bestätigung der sehr guten Arbeit im Stützpunkt Waldkirch.

Vor der EM 2011
Die zwei Ehler-Schwestern Olga (Bildmitte links) und Alexandra wurden von Sparkassenregionaldirektor Jürgen Seemann (links), Stadtwerkechef Dieter Nagel (rechts) für die bevorstehenden Kadetten-Europameisterschaften verabschiedet.

Mit der Berufung in das deutsche EM-Team wurde eine herausragende Saison der zwei Ehler-Schwestern belohnt. Dies drückt sich in der deutschen A-Jugend Rangliste mit Platz 2 für Olga (16 Jahre) und Platz 3 für Alexandra (15 Jahre) aus. Mit den Europameisterschaften im österreichischen Klagenfurt wartet sowohl im Einzel als auch mit der Mannschaft eine große sportliche Herausforderung auf sie. Für die ein Jahr ältere Olga sind es bereits die dritten europäischen Titelkämpfe, für die 15-jährige Alexandra ist es die erste EM-Teilnahme und somit ein gewisser Sprung ins Unbekannte. Mal schauen, hineinschnuppern und eine möglichst gute Tagesform mit nach Österreich nehmen heißt die Devise der Waldkircher Schülerin. Im vergangenen Jahr holte Alexandra noch zweimal Silber bei den deutschen A-Jugend Meisterschaften und zeigte darüber hinaus sehr gute Platzierungen auf deutschen und internationalen Turnieren.

Statt Fasnet auf das Parkett der Europameisterschaft

Ihre „größere“ in Wirklichkeit kleinere Schwester Olga kann dagegen schon eine zweimalige EM-Teilnahme auf ihrer Habenseite verbuchen und einen 12. Platz bei ihrer Premiere 2009 im französischen Bourges. In ihrem letzten A-Jugendjahr (14-16 Jahre) will die Linkshänderin nochmals voll angreifen. Das Erreichen der Finalrunde der besten acht wäre ihr großer Traum. Doch dazu muss alles passen, eine gehörige Portion Glück und eine gute Setzrunde und natürlich die unbedingt erforderliche Tagesform hinzukommen.

Im heimischen und südbadischen Stützpunkt Waldkirch haben sie zuletzt mit ihren beiden Trainern Andy Langenbacher und Landescoach Jörg Ruppenthal trainiert und sich auf ihre große Aufgabe vorbereitet. Stadtwerke-Geschäftsführer Dieter Nagel und Regionaldirektor Jürgen Seemann von der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau haben sich persönlich beim Training über den Stand der Vorbereitung vergewissert und drücken beiden jungen Fechterinnen ihre Daumen und ein erfolgreiches Turnier. Mit den guten Wünschen der Partner und der SVW-Fechtabteilungsspitze mit Andreas Haasis-Berner und Martin Frohnmüller in der Tasche reisen sie nun Anfang März nach Klagenfurt. Während in Waldkirch die tollen närrischen Tage gefeiert werden, müssen sich Alexandra und Olga Ehler in Österreich mit Maske und Degen voll auf die sportliche Herausforderung der Kadetten-Europameisterschaften konzentrieren.

Team-Bronze für Jens Frohnmüller

Der Waldkircher Degenfechter wird EM-Dritter mit der deutschen Mannschaft – SVW-Fechter im Einzel auf Platz 21 und 20

FECHTEN (hbl). Jens Frohnmüller vom SV Waldkirch kehrte mit einer Bronzemedaille von der Kadetten-Europameisterschaft aus Athen zurück. Mit der deutschen Degenmannschaft erkämpfte er sich den dritten Platz. Im Einzel belegte der A-Jugend-Fechter Platz 21 und war damit bester Deutscher. Seine SVW-Vereinskameradin Olga Ehler belegte den 21. Platz und erreichte mit dem Frauenteam den fünften Platz.

Bei seiner EM-Premiere überraschte der Waldkircher A-Jugendfechter Jens Frohnmüller mit dem Gewinn der Bronzemedaille im Teamwettbewerb. Zusammen mit Nikolaus Bodoczi (Offenbach), Tim Kuchalski (Leverkusen) und Simon Mangold (Esslingen) zeigten die deutschen Degenfechter eine starke Leistung und wurden erst im Halbfinale vom späteren Europameister Italien allerdings klar mit 29:45 Treffern gestoppt. Im kleinen Finale drehten sie den Spieß um, deklassierten ihrerseits die Schweiz mit einem 45:22-Erfolg und konnten sich freudestrahlend die Medaillen umhängen lassen.

Damit tröstete sich das Quartett über das insgesamt doch etwas enttäuschende Abschneiden im Einzelwettbewerb. Der hoch gehandelte Nikolaus Bodoczi schied frühzeitig aus und wurde nur 44. Bester Deutscher war der 16-jährige Waldkircher Jens Frohnmüller auf Platz 21. Großes Pech hatte der deutsche Ranglistendritte aus der Kandelstadt, als er beim Einzug in das Achtelfinale äußerst knapp mit 14:15 Treffern dem Franzosen Quentin Lucani unterlag. Der einzige Trost war, dass der Waldkircher Gymnasiast gegen den späteren EM-Dritten unterlag.

Wie im Vorjahr bei ihrer ersten EM im französischen Bourges wollte die 15-jährige Olga Ehler in Athen erneut in die Runde der letzten 16, die sie jedoch knapp verpasste. Auch sie scheiterte beim Einzug in das Achtelfinale mit 13:15 gegen Carolina Fusoni (Finnland). Immerhin schaffte sie als zweitbeste Deutsche den 20. Platz. Von den anderen drei deutschen A-Jugendfechterinnen lag lediglich Julia Morawietz (Leverkusen) auf Rang 16 vor ihr. Ein ähnliches Bild bot sich auch im Teamwettbewerb. Die deutsche Mannschaft mit Olga Ehler (Waldkirch), Stephanie Kohel (Heidenheim), Julia Morawietz und Florina Plachta (Offenbach) war ganz nahe am Halbfinale. Doch ein Treffer fehlte dem Frauenteam bei der 44:45-Niederlage gegen Italien. Gut erholt von diesem Krimi zeigten sich die deutschen Mädels mit zwei Siegen gegen Israel (45:41) und gegen Frankreich (40:39), so dass es noch zu Rang fünf reichte.

Olga Ehler und Jens Frohnmüller vertraten in der griechischen Hauptstadt hervorragend die Farben Südbadens und des südbadischen Fechtstützpunktes Waldkirch. Während den Einzelwettkämpfen wurden sie auch vom südbadischen Landestrainer Jörg Ruppenthal gecoacht.

Offizielle Dokumentation

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