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Hugo Lotter besticht mit 6. Platz in Friedrichshafen

Der SVW-Fechter dringt auf den 18. Platz der deutschen A-Jugend Rangliste vor

Das international besetzte Zeppelin-Turnier ist für die A-Jugend Fechter jedes Jahr ein Maßstab zur Standortbestimmung. Und diese gelang ganz besonders dem Waldkircher SVW-Fechter Hugo Lotter mit einem hervorragenden 6. Platz bei 151 Teilnehmern. Damit gelang ihm sogar ein Sprung auf den 18. Platz der deutschen A-Jugend Rangliste.

Vereinstrainer Andy Langenbacher und Hugo Lotter beim Zeppelinturnier 2015Vereinstrainer Andy Langenbacher konnte es kaum fassen. Fast ohne Niederlage zeigte sich Hugo Lotter in bestechender Form und lieferte eines seiner besten Turniere. Der für den SV Waldkirch startende 15-jährige Freiburger hatte es beim Einzug in die Finalrunde der besten Acht mit Louis Bongard (Leverkusen) zu tun, immerhin den 19. der deutschen A-Jugend Rangliste. Nach einer konzentrierten Leistung besiegte er diesen mit 15:13 Treffern und stand strahlend im Viertelfinale. Doch dort stand mit Simon Greul (Ditzingen) der nächste Brocken. Der Fünftplazierte der deutschen Rangliste war für Hugo Lotter dann aber doch zu stark und musste sich mit 11:15 dem späteren Turnierzweiten beugen. Dennoch konnte er mit seiner Leistung mehr als zufrieden sein, es war ein tolles Gefühl, soweit nach vorne zu kommen. Der Lohn zeigte sich anschließend in der nationalen A-Jugend Rangliste mit dem 18. Platz. Damit hat der SVW-Fechter gute Aussichten, zusammen mit seinem Vereinskollegen Daniel Sitter sich direkt über die deutsche Rangliste für die deutschen A-Jugend Meisterschaften zu qualifizieren.

Eng beisammen die nächsten drei SVW-Degenfechter: 41. Platz Etienne Folz (Elzach), 45. Daniel Sitter und 46. Thorben Schoth. Marlin Kienzle wurde 100., der erst 14-jährige Niklas Stein (Gundelfingen) erreichte Platz 119 und Benedikt Eidam 131.

Vorschau: Südbadische A-/B1-Meisterschaften am 14. und 15.3.2015.
Hugo Lotter (4.von rechts), Zeppelinturnier 2015

Daniel Sitter in Osnabrück mit 6. Platz bei 174 Teilnehmern

Waldkircher A-Jugend Fechter glänzte beim internationalen North-German-Open in Osnabrück

In Osnabrück griffen nun auch die A-Jugend Fechter in das „große“ Turniergeschehen ein. Überragend dabei Daniel Sitter, der für den SV Waldkirch in einem 175-Teilnehmerfeld einen nicht für möglich gehaltenen 6. Platz verbuchen konnte. Im Juniorenalter belegte Alexander Riedel auch einen sehr guten 6. Platz.

Daniel Sitter
Daniel Sitter
„Sensationell“ betitelte Vereinstrainer Andy Langenbacher sogar das Abschneiden von seinem A-Jugend Schützling beim international besetzten North-German-Open in Osnabrück. Daniel Sitter lief zur Hochform auf, eilte auch in den K.O.-Gefechten von Sieg zu Sieg. Nach einem 15:6 gegen Artur Fischer (Leipzig) besiegte der 15-jährige Waldkircher Fechter im Achtelfinale Nico Noetzel (Quernheim) souverän mit 15:6 Treffern und stand plötzlich im Viertelfinale. Dort musste er jedoch die Überlegenheit von Randy Postma (Niederlande) mit 9:15 anerkennen. Doch Sitter scheiterte an keinem Geringerem als dem späteren Turniersieger. Doch sein 6. Platz ist ein tolles Ergebnis, auf das Daniel Sitter sicherlich aufbauen kann. Die weiteren SVW-Ergebnisse der A-Jugend (14-16 Jahre): Hugo Lotter 43., Thorben Schoth 56., Marlin Kienzle 75., Etienne Folz 87. und Niklas Stein 136. Durch den Einzug in das Finale der besten Acht kletterte Daniel Sitter in der deutschen A-Jugend Rangliste sogar auf Platz 10 in der noch jungen Saison.

Bei den Junioren (17-20 Jahre) war erwartungsgemäß Alexander Riedel der Beste vom SVW und errang in dem ebenfalls internationalen Teilnehmerfeld den 6. Platz. Auch für ihn lief es ganz gut. Nach Siegen über Zoa De Wijn (Niederlande), Julian Kulozik (Heidelberg) und dann sogar über Europameister Nico Braun (Tauberbischofsheim) musste Riedel wie schon beim Juniorenweltcupturnier in Luxemburg gegen Lukas Bellmann (Leverkusen) antreten. Dem späteren Turniersieger unterlag er dann mit 12:15 Uhr. Doch mit seinem 6. Platz in Osnabrück verteidigte Alexander Riedel seinen 2. Platz in der deutschen Junioren-Rangliste. Die Reiste nutzten auch viele andere Waldkircher Musketiere teilweise auch jüngere A-Jugend-Fechter, um Wettkampferfahrung zu sammeln. Hier die Platzierungen bei den Junioren: Hugo Lotter 47., Daniel Sitter 59., Etienne Folz 70., Daniel Berner 78., Thorben Schoth 87., Vincent Ochs 93., Lucas Zimmermann 117., Marlin Kienzle 123. und Niklas Stein 160.

 

Lob und Edelsteine bei den Deutschen Meisterschaften

Eine Menge Arbeit liegt hinter der SVW-Fechtabteilung und dem Förderverein – gutes Medienecho

Waldkirch (hbl). Eine rundum zufriedene Bilanz kann die SVW-Fechtabteilung nach den Deutschen A-Jugend Meisterschaften vor heimischer Kulisse ziehen. Exzellenter Sport, eine gute Organisation, viele Zuschauer, einen Fernsehbeitrag und eine gute Präsenz in der Öffentlichkeit und den Medien. Die nationalen Titelkämpfe waren eine sehr gute Werbung für den südbadischen Fechtstützpunkt.

DM A-Jugend Herrendegen 2014 in WaldkirchWaldkirch war am Wochenende der Nabel der Welt, zumindest für die 96 besten A-Jugendfechter und die zusätzlichen vielen Betreuer, Trainer, Begleiter und Eltern. Die Hotels und Zimmervermieter in Waldkirch und Umgebung waren sehr gut belegt, die Gastronomie profitierte von diesem sportlichen Großereignis. Doch am Samstag hieß es, in aller Frühe aus den Federn zum Frühstück, denn schon um 8.00 Uhr war Waffenkontrolle in der Kastelberghalle angesagt. Ralf Henze (Kaiserslautern), der Waffenwart des Deutschen Fechter-Bunds, hatte alle Hände voll zu tun, galt es doch, die Degen, die Fechtkleidung und die Maske zu prüfen. Auch die Passannahme mit Annette Zimmermann von der SVW-Fechtabteilung wurde voll in Beschlag genommen.

12 Bahnen, die dazugehörigen Melder, die EDV im Turnierdirektorium, die Technik – alles war gerichtet und schon ging es um 9.00 Uhr los. Der SVW musste neben dem DFB noch zusätzlich zwei Techniker stellen, um bei Bedarf eingreifen zu können. Zum Glück hielt alles, so Andreas Schultis und Alexander Fuchs, denn die Fechtbahnen sind mehr als in die Jahre gekommen und mussten schon etliche Male geflickt werden. Für die beweglichen Materialien wie die Waffen und Kleidung, dafür sorgte der DFB-Waffenwart während des Turniers und der Allstar-Ausrüster mit neuem Fechtmaterial zum Einkaufen.

Fechtabteilung und Förderverein voll im Einsatz

DM A-Jugend Herrendegen 2014 in WaldkirchDie Fechtabteilung war vor und während der Veranstaltung voll im Einsatz. Der 1. und 2. Vorsitzende Alexander Fuchs und Andreas Haasis-Berner waren die Ansprechpersonen für die Turnierleitung, der Förderverein mit dem Vorsitzenden Bernd Herrlich hielt ein wachsames Auge auf die wertvollen Siegerpokale. Die Verpflegung der Fechter und Zuschauer übernahm für den Förderverein das neue Kioskteam um Barbara Sitter und Iris Folz, die von den Eltern unterstützt wurden. Umlagert waren stets die Zwischenergebnisse am Aushang und den Bildschirmen. Thomas Fink hatte einmal mehr im Foyer eine Präsentation der Waldkircher Fechtabteilung laufen und eine Stellwand machte Werbung für das Orgelfest Ende Juni. Viele Presseartikel warben zudem für das neue Zentrum für Nachwuchs-Leistungssport des Deutschen Fechter-Bunds und gaben einen kleinen Einblick in das Vereinsleben.

Sehr erfreulich registrierten die zwei Vorsitzenden, dass zur Finalrunde der Ermittlung des Deutschen Meisters am Samstag sehr viele Besucher den Weg in die Kastelberghalle gefunden hatten, die Tribüne war fast voll besetzt. Viel Prominenz aus Sport und Politik säumten den Finalgefechten bei, auch die Sponsoren mit Geschäftsführer Dieter Nagel von den Stadtwerken und Regionaldirektor Jürgen Seemann von der Sparkasse waren vertreten; der Landrat hatte Silke Tebel-Haas geschickt. Die Medien zeigten Interesse, sowohl vom lokalen Bereich als auch vom Sport. Selbst TV Südbaden hatte die nationalen Titelkämpfe angelockt und begleitete den ganzen Tag die Waldkircher Fechter. Am Montag wurde der Beitrag bereits gesendet.

Kein Ritterturnier, keine richtigen Schwerter – Besuch vom Torwächters Weib

DM A-Jugend Herrendegen 2014 in WaldkirchDie Krönung solcher Meisterschaften bilden natürlich die Finalkämpfe und die Siegerehrung. Doch zuvor marschierte eine Abordnung des Fanfarenzug Schwarzenberger Herolde unter der Leitung von Stefan Mack ein, der übernahm die musikalische Umrahmung. Und noch eine Überraschung, welch seltsame Gestalt verirrte sich da in die Halle? Nein, des „Torwächters Weib“ war neugierig, hatte sie doch von einem Turnier in der Stadt gehört. Doch sie rieb sich ihre Augen ob dieses seltsamen Turniers: nicht im Freien, keine Ritter, keine Rüstung und keine Schwerter. Stattdessen dünne Degen und eine seltsame weiße Gewandung, sie ward wohl in eine andere Zeit gekommen, genauso wie der Türmer von der Kastelburg. Die Rededuelle – sie gibt es auch in Echt in Form der Türmerführungen und mit des Torwächters Weib – entzückten die Zuschauer, welche zum Abschied den mittelalterliche Zeitgenossen kräftig Applaus spendeten. Auch die kleinen Musketiere verschönerten und bereicherten das Zeremoniell.

Edelsteine für die Sieger

DM A-Jugend Herrendegen 2014 in WaldkirchEin weiterer Hauch von Mittelalter, eine Verbindung zur Tradition der Edelsteinschleiferei wurde bei der Siegerehrung sichtbar, die Fechtabteilung band auch hier ein Stück Stadtgeschichte ein. Am Samstag erhielten die ersten Acht alle einen Edelstein und am Sonntag Achatscheiben. Gestiftet wurden die Sachpreise vorwiegend von den Stadtwerken Waldkirch – schließlich ging es um den Preis der Stadtwerke, von dem Badischen Sportbund und dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg. Dieses hatte auch einen sehr schönen Bergkristall als Sonderpreis zur Verfügung gestellt. Über diese Geste und Spende haben sich die beiden Vorsitzenden Alexander Fuchs und Andreas Haasis-Berner besonders gefreut. Denn dies könne man sicher als Anerkennung der besonders Nachwuchsarbeit sehen, die man in Stuttgart sehe. Schon bei der Verleihung des Prädikats „Zentrum für Nachwuchs-Leistungssport“ vom Deutschen Fechter-Bund (DFB) hatte Kultus- und Sportminister Andreas Stoch die besonderen Leistungen im Waldkircher Fechtstützpunkt gewürdigt. Und am Ende der nationalen Titelkämpfe gab es am Sonntagabend noch ein Lob vom Turnierleiter und Wettkampfmanager Herrendegen des DFB, Andreas Müller (Bonn) für die ausrichtende SVW-Fechtabteilung. Er werde Waldkirch wieder für eine Deutsche Meisterschaft vorschlagen.

DM A-Jugend Herrendegen 2014 in Waldkirch

Daniel Berner wird 12. bei den Deutschen A-Jugend-Meisterschaften in Waldkirch

Waldkircher Herrendegen-Team scheiterte vor heimischem Publikum am späteren Deutschen Meister OFC Bonn

Waldkirch (hbl). Die besten deutschen A-Jugend Degenfechter lieferten sich bei den Deutschen Meisterschaften in Waldkirch zwei Tage lang spannende und packende Duelle. Mit auf der Planche stand auch Europameister Rico Braun aus Bonn, der „nur“ Platz neun erreichte und ebenfalls wie Daniel Berner im Achtelfinale ausschied. Der 17-jährige Berner von der gastgebenden Waldkircher Fechtabteilung belegte einen sehr guten 12. Platz und bestätigte, dass er zu den besten Kadettenfechtern in Deutschland zählt.

DM A-Jugend Herrendegen 2014 in Waldkirch
Daniel Sitter (links) und Maximilian Schütz (hinten)
Gleich früh am Samstagmorgen griffen die A-Jugendfechter des SV Waldkirch, Maximilian Schütz und Daniel Sitter in das Geschehen ein, Daniel Berner hatte aufgrund seines 11. Platzes in der deutschen Rangliste ein Freilos. Auf 12 Bahnen wurde in der Kastelberghalle um den Einzug in die Hauptrunde und das 64-er Feld gekämpft. Sowohl der 16-jährige Schütz als auch der ein Jahr jüngere Sitter überstanden das Minimalziel wie es Südbadens Verbandstrainer Jörg Ruppenthal formulierte. Beide blieben im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Daniel Sitter hatte das Pech, gleich auf den 28. der deutschen Rangliste, Alexander Johnsrud (Frankfurt) zu treffen und unterlag nach guter Gegenwehr mit 12:15 Treffern, was Platz 80. bedeutete. Nach einem Sieg in der Hauptrunde von Maximilian Schütz war dann für ihn nach einer klaren 8:15 Niederlage gegen Jonas Zimmermann (Itzehoe) das Turnier zu Ende, er belegte danach den 64. Platz. Der Unterlegene zeigte sich nicht ganz zufrieden, eine Runde weiter wollte er schon kommen. Der Verbandstrainer war dennoch zufrieden. Solch ein hochkarätiges Turnier sei ein weiterer Meilenstein für die SVW-Fechter ihren Status als südbadischer Stützpunkt und Zentrum für den Nachwuchs-Leistungssport zu bestätigen.

Andere träumen unter die besten 16 zu kommen

DM A-Jugend Herrendegen 2014 in Waldkirch
Daniel Berner mit Verbandstrainer Jörg Ruppenthal
Dafür sorgte eindrücklich Daniel Berner, der sich bis in das Achtelfinale durchsetzte. Gleich vom ersten Treffer entwickelte sich ein Kampf mit René Jordan (Leverkursen) auf Biegen und Brechen, keiner konnte sich absetzen. Beim Stand von 13:14 war beim deutschen Ranglistenelften immer noch Hoffnung da, das Gefecht noch herum zu reißen. Doch ein Doppeltreffer zum 14:15 beendete das Gefecht und brachte äußerst unglücklich das Ausscheiden. Die Enttäuschung war zunächst groß. Doch dann überwog doch die Freude, wie der 17-jährige Waldkircher Wirtschaftsschüler vor TV Südbaden sein Abschneiden kommentierte. Es sei was drin gewesen, doch das Quäntchen Glück habe gefehlt.

Auch sein Coach Jörg Ruppenthal war letztendlich zufrieden, denn die Dichte in der deutschen Spitze sei unheimlich groß. Daniel Berner habe sich teuer verkauft und seine gute Saison bestätigt. Auch der Bundestrainer der Kadetten und Junioren, Mario Böttcher (Tauberbischofsheim) nickte anerkennend und bestätigte vor laufender Fernsehkamera, dass bei Daniel Berner noch Luft nach oben sei. So sah es auch Südbadens Verbandstrainer Ruppenthal und bemerkte, dass viele davon träumen, unter die besten 16 zu kommen und das habe der SVW-Fechter schließlich geschafft und darüber hinaus ein wunderbares Gefecht gezeigt. Dass Sieg und Niederlage eng und dicht beieinander liegen zeigte auch Europameister Nico Braun (Tauberbischofsheim). Auch er schied wie Berner im Achtelfinale aus und musste sich mit Rang 9 zufrieden geben. Deutscher A-Jugend Meister wurde schließlich Manuel-Stephen Horstmann (Berlin-Wittenau), der sich in einem spannenden und hart umkämpften Finale mit 15:12 Treffern gegen Samuel Unterhauser (FC TBB) durchsetzen und die Goldmedaille umhängen lassen konnte.

Waldkircher A-Jugend Team scheiterte am Deutschen Mannschaftsmeister Bonn

Das Waldkircher A-Jugend-Team
Das Waldkircher A-Jugend-Team
Südbadens Verbandstrainer Jörg Ruppenthal hatte mit der Mannschaft einen Platz zwischen 5 und 8 anvisiert, zum Schluss blieb ein doch enttäuschender 15. Platz für das Waldkircher A-Jugendteam. Alle vier Degenfechter waren in der Vorrunde außer Form, fanden nicht in die Gefechte, so dass am Schluss nur ein Sieg heraussprang. Dies reichte zwar zum Weiterkommen, doch Index und Zuordnung waren so schlecht, dass im Kampf um den Einzug in die Finalrunde der besten Acht gleich mit dem OFC Bonn ein Hammergegner wartete. Doch hier im Achtelfinale zeigten Daniel Berner, Maximilian Schütz, Daniel Sitter und Thorben Schoth gegen den Olympiastützpunkt, was in ihnen wirklich steckt. Sie lieferten dem späteren Deutschen Mannschaftsmeister einen erbitterten Kampf und verloren nur mit 40:45 Treffern. „Jungs, so hättet ihr gleich von Anfang an fechten müssen“, resümierte und lobte Landestrainer Ruppenthal dann doch noch seine Schützlinge für ihr letztes Gefecht. Mit dieser Einstellung und Leistung hätte in der Zwischenrunde ein leichterer Gegner auf der Planche gewartet und auch eine bessere Platzierung.

Deutscher A-Jugend Mannschaftsmeister wurde der OFC Bonn, der in einem hoch dramatischen und packenden Kampf den FC Tauberbischofsheim nach einen Doppeltreffer hauchdünn mit 45:44 Treffern bezwang. Dritter wurde Heidenheim vor Leverkusen.

Die Erben von Sepp Mack genießen großes Ansehen beim Deutschen Fechter-Bund

Neben sehr guter Ausbildungsarbeit sind die Sparkasse, Stadtwerke und Europa-Park Garanten des Erfolgs

Fechtabteilung und Förderverein freuen sich auf die DM 2014
Fechtabteilung und Förderverein freuen sich auf die DM 2014
Waldkirch (hbl). Am kommenden Wochenende, 24. und 25. Mai wird in Waldkirch zum 9. Male seit 2001 eine Deutsche Fechtmeisterschaft ausgetragen. Am Samstag kämpft die A-Jugend im Alter von 14-16 Jahren um den Einzeltitel und am Sonntag um die deutsche Mannschaftskrone. Die Waldkircher SVW-Fechtabteilung muss sich wohl einen Namen beim Deutschen Fechter-Bund (DFB) geschaffen haben. Doch warum wird ein solch kleiner Verein vom DFB mit der Austragung einer Deutschen Meisterschaft auserkoren?

Die Antwort ist einfach und doch wiederum nicht. Zum einen werde in der Kandel- und Orgelstadt hervorragende Arbeit geleistet, immerhin ist man seit Jahrzehnten südbadischer Fechtstützpunkt. Zum anderen erhielt die Fechtabteilung des Sportvereins Waldkirch (SVW) sehr gute Noten bei der Ausrichtung bisherigen Deutschen Meisterschaften, so der stellvertretende Abteilungsleiter Andreas Haasis-Berner anlässlich einer Pressekonferenz bei den Stadtwerken im Vorfeld der nationalen Titelkämpfen im Herrendegen.

Die Organisation und vor allem der Ablauf in all den Jahren haben den veranstaltenden DFB immer wieder für eine weitere Ausrichtung überzeugt. Die Vorstandschaft habe zuletzt an den Vorbereitungen und Abläufen gefeilt und diese verfeinert, Checklisten erstellt fast wie ein Qualitätsmanagement, erläutert Thomas Fink vom Förderverein. Monatliche Vorstandssitzungen mit teilweise bis zu 12 Personen seien notwendig. Es gäbe viel zu organisieren vom Hallenarzt, dem DRK, der Unterbringung der DFB-Verantwortlichen, der Technik mit den 12 Bahnen, Melder und anderem mehr. Den Auf- und Abbau mit den zwölf schweren Kupferbahnen mit 14 Meter Länge und anderthalb Meter Breite gilt es zu bewältigen. Dies sei Knochenarbeit, betonen die Verantwortlichen um Abteilungsleiter Alexander Fuchs.

Vielseitige Vorbereitungen

Die Bahnen müssen sorgsam und pfleglich behandelt werden, seien sie doch in die Jahre gekommen. Doch für neue Kunststoffbahnen fehle das Geld, eine Bahn würde etwa 4.000,– Euro kosten. Der Kiosk müsse für die DM vorbereitet und personell betreut werden, wofür hauptsächlich die Eltern im Einsatz sind, denen Thomas Fink ein großes Lob für die Mithilfe ausspricht. Solch ein Zusammenhalt sei auch für die positive Atmosphäre losgelöst vom Sport wichtig. Vor der Siegerehrung wird ein kleines Rahmenprogramm organisiert, dieses Mal mit einem Kurzauftritt mit des Torwächters Weib. Ein Ensemble des Fanfarenzugs und die kleinen Musketiere begleiten die Siegerehrung. Einen weiteren lokalen Bezug gebe es mit der Siegerehrung, wofür Fördervereinsvorsitzende Bernd Herrlich anlehnend die große Edelsteintradition verschiedene Edelsteine als Sachpreise ausgesucht hat.

Erben von Sepp Mack haben Großartiges geleistet

Warum eigentlich halsen sich die Fechter diese Arbeit auf, zumal finanzielle Aspekte auch keinen Anreiz schaffen? Die Ausrichtung von Deutschen Meisterschaften sind aus der Tradition, Struktur, Bedeutung und Ausprägung der Fechtabteilung, die in die ganze Region hinausstrahlt, erklärbar. Der Ruf der Waldkircher Fechtarbeit dringt bis hoch ins Elztal, bis an den Kaiserstuhl, über den nördlichen Zipfel nach Ettenheim bis hin nach Gundelfingen und Freiburg.

Pressekonferenz im Vorfeld der Deutschen A-Jugend-Meisterschaften
Pressekonferenz im Vorfeld der Deutschen A-Jugend-Meisterschaften
Beim Pressegespräch im Beisein der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, den Stadtwerken Waldkirch und dem Europa-Park wurde recht schnell deutlich, dass die Erben von Sepp Mack seine Fußstapfen ausfüllen und sein Lebenswerk fortsetzen. Der legendäre Macke Sepp hat die Fechtabteilung im Jahre 1956 gegründet. Der Lehrer war Trainer, Fechter, Leiter, Sportwart in einem, er war quasi die Mutter, die Seele des Vereins. Er war es, der den überragenden Ruf in Südbaden aufgebaut habe. Andreas Haasis-Berner, vier Jahre an der Spitze und jetzt stellvertretender Abteilungsleiter kam so richtig ins Schwärmen in Anbetracht der Leistung des Gründungsvaters. Hervorgegangen seien Olympiateilnehmer wie Rudi Maier und internationale Erfolge wie von Birgit Besser und Manfred Beckmann. Letzterer kam 1980 nur durch den damaligen Olympiaboykott um die olympischen Spiele in Moskau.

Das Jahr 1980 sollte auch in anderer Richtung ein bedeutsames Jahr werden, hob Haasis-Berner hervor. Denn in der neu errichteten Kastelberghalle stellte die Stadt die entsprechende Technik für die Fechterei zur Verfügung. In den 80-er Jahren wurde die Bedeutung, die Erfolge der Fechtabteilung immer gewichtiger, eine halbe Trainerstelle musste her, eine weitere halbe Stelle wurde in der Funktion des südbadischen Verbandstrainers geschaffen. So ging es in den 90- und vor allem im neuen Jahrtausend bergauf. Seit 2001 holten die Waldkircher Musketiere bei Deutschen Meisterschaften jedes Jahr mindestens eine Medaille. Im Dezember 2013 folgte schließlich die Krönung: Vom Deutschen Fechter-Bund erhielt die SVW-Fechtabteilung das Prädikat „Zentrum für Nachwuchs-Leistungssport“, dessen Schild seit wenigen Tagen die Kreisturnhalle, die Trainingsstätte ziert.

Beharrliche und beständige Aufbauarbeit – ein Aushängeschild für Waldkirch

Auch dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr, ist nicht vom Zufall geprägt. Neben den sportlichen Leistungen ist eben auch gezielte, kontinuierliche und beharrliche Arbeit notwendig, was auch die jahrelangen Partner, die Stadtwerke, die Sparkasse und der Europa-Park beim Pressegespräch anerkannten. Deshalb seien alle drei gerne bereit, die Fechter des neuen Nachwuchs-Leistungssportzentrums zu unterstützen. Bernd Herrlich als Fördervereinsvorsitzender hält die Verbindungen und lobte seinerseits das Engagement der Sponsoren, diese seien immens wichtig. Die sehr hohen Ausgaben, die hauptamtliche Trainerstelle seien nur möglich durch die finanzielle Unterstützung der drei Partner. Seit 2001 sei die Sparkasse regional mit im Boot und zuvor schon im lokalen Bereich. Fast zehn Jahren engagieren sich die Stadtwerke und seit 4 Jahren der Europa-Park, dessen Wurzeln ja mit der Familie Mack in Waldkirch liegen. So seien die großartigen die nationalen und internationalen Erfolge, schließlich habe Waldkirch auch schon EM- und WM-Teilnehmer zu verzeichnen, auch immer ein Verdienst dieser drei Förderer.

Sparkasse, Stadtwerke und Europa-Park ein Teil des Erfolges

Deshalb tragen auch sie ihren Teil dazu bei, so Herrlich, dass die Fechter immer wieder in der Presse und Öffentlichkeit im Rampenlicht stehen. Gerade dieses Zusammenspiel zwischen sehr guter Pressearbeit und der qualitativ hochwertigen Arbeit der Trainer seien Garant, dass trotz rückgängiger Geburtenjahrgänge Nachwuchs da sei. Das Besondere dabei sei aber, dass viele der derzeit 72 Fechter aus der ganzen Region kommen. Die hervorragende Arbeit am südbadischen Stützpunkt spreche sich auch dank der Presse herum.

Hugo Ruppenthal (von links) und Jürgen Seemann von der Sparkasse, Cécile Kilgus vom Europa-Park und Dieter Nagel von den Stadtwerken erhielten eine Dankesurkunde mit dem neuen Emblem des DFB-Nachwuchszentrums.
Hugo Ruppenthal (von links) und Jürgen Seemann von der Sparkasse, Cécile Kilgus vom Europa-Park und Dieter Nagel von den Stadtwerken erhielten eine Dankesurkunde mit dem neuen Emblem des DFB-Nachwuchszentrums.
Für ihre wertvolle und langjährige Unterstützung hatten die Fechter mit Abteilungsleiter Alexander Fuchs eine gelungene Überraschung parat. Die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau mit Regionaldirektor Jürgen Seemann und Filialdirektor Hugo Ruppenthal, die Stadtwerke Waldkirch mit Geschäftsführer Dieter Nagel sowie der Europa-Park mit der Junior Managerin Kooperationen Cécile Kilgus erhielten eine eigens gefertigte Urkunde mit dem neuen Logo des Prädikats Zentrum für Nachwuchs-Leistungssport überreicht.

Am Samstag und Sonntag geht es auf die Planche

96 A-Jugendliche im Herrendegen haben sich für die nationalen Titelkämpfe in der Waldkircher Kaselberghalle qualifiziert. Darunter sind auch drei Waldkircher. Daniel Berner, 11. der deutschen A-Jugend Rangliste erläuterte den Modus. Die besten 32 der deutschen Rangliste, also er, und die zwei besten der südbadischen Rangliste mit Daniel Sitter und Maximilian Schütz, haben sich vom SVW qualifiziert. Bei etwas Glück können noch etwa zwei Waldkircher als Nachrücker auf eine Teilnahme hoffen. Am Samstag um Punkt 9 Uhr im Einzel und zur gleichen Zeit am Sonntag mit der Mannschaft wird es dann ernst, auch mit einem Waldkircher Team.

Die Fechtabteilung aber auch die Sponsoren hoffen, dass die Waldkircher und Sportbegeisterten bei freiem Eintritt einfach mal in der Kastelberghalle vorbeischauen und die Turnierluft hineinschnuppern. Und wer weiß, vielleicht steht am Wochenende ein Weltmeister und Olympiasieger von morgen auf dem Siegerpodest. Zu Erleben und zu Fühlen ist jedenfalls ein Hauch der olympischen Sportart Fechten.