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SVW-Fechtabteilung mit sehr guter Bilanz – Aus der Jahreshauptversammlung

Vorstand des SVW-Gesamtvereins lobt die Fechter als Aushängeschild

Spürbar Positives, eine gesunde Kassenlage und Mitgliederentwicklung – davon konnte SVW-Fechtabteilungsleiter Andreas Kaltenbach in der Jahreshauptversammlung berichten. Neben dem Breitensport betreibe man im südbadischen Stützpunkt und Landesleistungszentrum Degen eine sehr gute Arbeit, was auch die sportlichen Erfolge belegen.

Abteilungsleiter Andreas Kaltenbach erstattete in der „Kandel-Kulinarik“ einen umfangreichen Rückblick über das vergangene Jahr 2024. Es sei herausfordernd, den Spagat zwischen Freizeit- und Leistungssport hinzubekommen. Die sportlichen Erfolge können sich mehr als sehen lassen. Herausragend sei die Teilnahme an den Veteranen-Weltmeisterschaft und der 11. Platz von Julia Ehlermann. In der Jugend glänzte Mila Masinde in der U15 mit dem 3. Platz bei den deutschen Meisterschaften. Hinzu kommen viele sehr gute Ergebnisse von der südbadischen, nationalen bis internationalen Ebene.

BSZ-Halle an Kapazitätsgrenze

Ein großer Dank hierzu galt dem Vereinstrainer Andy Langenbacher, ohne ihn wäre dies nicht möglich, so der Abteilungsleiter. Neue Übungsleiter wie Mila Masinde und David Diangamo sollen ihn unterstützen. Voraussetzung sei auch ein gut funktionierender Trainingsbetrieb in der BSZ-Sporthalle, an dessen Kapazitätsgrenze man langsam gelange. Die von Angelika Jäger organisierten Schnupper- und Anfängerkurse insbesondere an Schulen machen sich bemerkbar. Dank dieser Initiative sei man bezüglich der Mitgliedergewinnung auf einem guten Wege.

Ein großer Dank von Andreas Kaltenbach galt seinen Vorstandskollegen, den Eltern, dem Förderverein, dem Kioskteam. Sie alle leisten einen bedeutenden Beitrag, auch bei den zwei heimischen Rudi Maier- und Sepp Mack-Turnier. Die Qualität ist stetig am Steigen wie auch die Teilnehmerzahlen zeigen, Als nächste große Herausforderung steht die Ausrichtung der deutschen U15-Meisterschaft am 31. Mai und 1. Juni in Waldkirch an, wo erneut jede helfende Hand gebraucht werde.

Genaue Feinarbeit der Finanzen durch Karoly Karlovich

Kassierer Karoly Karlovich berichtete detailliert mit einigen Folien von einer gesunden Finanzlage. Die Beitragserhöhung sei bemerkbar genauso wie die steigenden Mitgliederzahlen. Die Coronazeit habe Spuren hinterlassen, doch insgesamt machen sich die verstärkten Aktivitäten wie geschildert bemerkbar. So sei man bei 77 aktiven Mitgliedern angelangt, so Karlovich. Abteilungsleiter Kaltenbach bescheinigte dem Kassierer eine hervorragende Arbeit und dankte dem Förderverein für die finanzielle Unterstützung der Abteilungskasse.

Buchungs- und zahlentechnisch sei nach den Kassenprüfern Angelika Jäger und Carsten Pflugfelder alles in bester Ordnung. So konnte auf Vorschlag des SVW-Vorsitzenden Frank Moos sowohl Kassierer Karoly Karlovich als auch die Abteilung entlastet werden.

SVW-Vorsitzende lobt die Fechter – Rudi Maier-Treff in Planung

Als Vorsitzender des Sportvereins lobte Moos die Fechtabteilung als ein Aushängeschild für den SVW und für die Stadt selbst. Erfreulich sei die positive Mitgliederentwicklung hervorzuheben. Der Keller des Olympiahauses beim Stadion werde gerade zu einem modernen Besprechungsraum umgebaut, dank des Nachlasses von Rudi Maier. In Erinnerung an den deutschen Nationalmannschaftsfechter in den 70er-Jahrten und Olympiateilnehmer werde man den neuen Raum Rudi Maier-Treff nennen.

Im Anschluss entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, bei der sich die Eltern mit einigen Vorschlägen einbrachten. So schlugen beispielsweise Katja Zimmermann, Angelika Jäger und Ksenija Fahrländer für die Unterstützung der Spitzenfechter eine spezielle Übungsleiterstelle vor. Angesprochen wurden die Struktur der Beiträge, die Obleuteausbildung, die Suche nach der Unterstützung des Vereinstrainers. Von Christian Fahrländer wurde die Teilnahme am Wettbewerb Jugend trainiert für Olympia angeregt.

Förderverein unter neuer Führung – Andreas Haasis-Berner verabschiedet in Generalversammlung

Förderverein Fechten unter neuer Führung

Nach 15 Jahren wurde Andreas Haasis-Berner von den Fechtern verabschiedet

Zum neuen Vorsitzenden des Fördervereins Fechten wurde Thomas Fink gewählt. An seine bisherige Stelle rückte Angelika Jäger als 2. Vorsitzende nach. Kassierer bleibt Carsten Pflugfelder. Für seine 15-jährige Vorstandstätigkeit wurde der scheidende Fördervereinsvorsitzende Andreas Haasis-Berner geehrt und verabschiedet.

Vorneweg, die Kassen- und Finanzlage sei nach Kassierer Carsten Pflugfelder dank der Sponsoren und des Kioskbetriebes in geordneten Bahnen, was auch die Kassenprüferin Ksenija Fahrländer bestätigte. Zuvor erstattete der 1. Vorsitzende Andreas Haasis-Berner in seiner letzten Generalversammlung in der „Kandel-Kulinarik“ seinen ebenso letzten Jahresbericht. Er ging auf die Hauptaufgaben des Fördervereins ein, zu denen der Kiosk-Betrieb beim Rudi Maier- und Sepp Mack-Turnier zähle. Der Verein organisiere das Sommergrillen, die Weihnachtsfeier und unterstütze wo es gehe die Abteilung.

Unverzichtbar die Unterstützung der Sponsoren

Wichtig sei die Sponsorenpflege, ohne die das sehr hohe Niveau beim Fechten nicht halbbar wäre. Deswegen gebühre den Stadtwerken Waldkirch, der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, der Firma Hummel und dem Europa-Park ein großer Dank. Neuerdings wurden die Fechter auch von Mack Rides und der Firma Enseco GmbH unterstützt. Aktuell stehe auch die Vorbereitung der Deutschen Meisterschaften am 31.5. und 1. Juni in Waldkirch auf der Agenda, so der Fördervereinsvorsitzende.

Neue 1. und 2. Vorsitzende, Kassierer Carsten Pflugfelder bestätigt

Da er nicht mehr antrat, leitete Andreas Haasis-Berner die Neuwahlen, die doch einige Änderungen hervorbrachten. Lediglich Kassierer Carsten Pflugfelder wurde in seinem Amt für weitere zwei Jahre bestätigt. Neuer 1. Vorsitzende wurde Thomas Fink, der bisherige Stellvertreter. Ihm folgt als 2. Vorsitzende Angelika Jäger, neue Beisitzerin wurde Katja Zimmermann. Als Abteilungsleiter gehört Andreas Kaltenbach als Besitzer dem Förderverein an. Zu Kassenprüfern wurden Ksenija Fahrländer und Eva Wolters-Andreocci gewählt.

Andreas Haasis-Berner ach 15 Jahren von den Fechtern verabschiedet

Fechtabteilungsleiter Andreas Kaltenbach dankte dem scheidenden Fördervereinsvorsitzenden Andreas Haasis-Berner, der seine Aufgabe 15 Jahre lang mit viel Herzblut gemacht habe und auch ihm als Abteilungsleiter den Rücken freigehalten habe. Ohne den Förderverein würde die Abteilung so nicht funktionieren.

Ähnliche Worte fand der neue Fördervereinsvorsitzende bei der Verabschiedung. Thomas Fink würdigte die Leistungen seines Vorgängers. Von 2010 bis 2014 übernahm Andreas Haasis-Berner als SVW-Fechtabteilungsleiter Verantwortung. Anschließend übernahm er von 2014 bis 2016 das Amt des zweiten Vorsitzenden. Drei Jahre brachte er sich von 2016 als Beisitzer ein. Ab 2019 übernahm er erfolgreich die Geschicke des Fördervereins und da in erster Linie die Kontakte zu den unterstützenden Firmen. Haasis-Berner war mehr im Hintergrund tätig und betreute die überaus unverzichtbare Sponsoren, baute sich ein sehr gutes Netzwerk auf. Bedeutsam und unverzichtbar war seine Arbeit für das 60 Jahre Dokumentationsbuch der Fechtabteilung.

Weite Anreisen – Rudi Maier-Fechtturnier und südbadische Meisterschaften wurden sehr gut besucht

Sportliche Erfolge und viel Lob für die Ausrichtung der zwei Turniere durch die SVW-Fechtabteilung

Das Rudi Maier-Turnier des SV Waldkirch (SVW) wird bei den Degenfechtern immer beliebter, wie Teilnahmen aus Böblingen, Laupheim bis in die Schweiz zeigen. Bei den südbadischen Meisterschaften gab es für die gastgebende Fechtabteilung Silber und Bronze. Beim Rudi Maier-Cup holte sich der SVW einen Turniersieg genauso wie die Freiburger FT.

SVW-Fechtabteilungsleiter Andreas Kaltenbach kam ins Schwärmen: So viele Meldungen hatten wir noch nie. Das Rudi Maier-Turnier und die südbadischen Meisterschaften der U13 und U17 werden offen ausgeschrieben, so dass über die Verbandsgrenzen Fechter aus der Schweiz, aus Zürich und St. Gallen, aus Böblingen, Ditzingen, Heidelberg und Laupheim in die Orgelstadt reisten. So mussten seine Helfer in der Kastelberghalle stolze 10 Bahnen aufbauen. Die Qualität steigert sich stetig, wie auch Südbadens Präsident Swen Strittmatter (Rheinfelden) bestätigt. Natürlich freut sich dieser, dass auch südbadische Vereine in Waldkirch starten, wenngleich die Konkurrenz dadurch deutlich gesteigert ist.

Und wer als Sieger von der Planche geht, erhält neben der Goldmedaille noch eine Eintrittskarte vom Europa-Park, einem der Sponsoren der SVW-Fechter. Die höhere Messlatte durch weit angereiste Gäste spiegelt sich auch in den Ergebnissen nieder. So konnten die Degenfechter aus Ditzingen (Kreis Ludwigsburg) gleich zehn Medaillen, davon 3 Siege, für sich verbuchen, gefolgt von Böblingen mit sechs Medaillen und zwei Siegen.

Zwei südbadische Medaillen für die Gastgeber – Auch Freiburg erfolgreich

Im vorderen Drittel konnte sich auch die gastgebende SVW-Fechtabteilung und die FT 1844 Freiburg mit jeweils drei Podestplätzen behaupten. Bei den südbadischen Meisterschaften holte Waldkirch mit Mila Masinde Silber und mit Marc Jäger Bronze. In der U15 drang die letztjährige DM-Dritte souverän in das Finale gegen Viktoria Nikiforov durch. Doch hier musste Mila Masinde die Überlegenheit der Ditzingerin mit 11:15 Treffern anerkennen, was der Waldkircherin immer noch den südbadischen Vizemeistertitel einbrachte.

Ihr Vereinskollege Marc Jäger holte sich in der U13 Bronze und den dritten Platz. Im Halbfinale musste er sich denkbar knapp mit 9:10 Treffern dem späteren Sieger Eduard Moraw aus Böblingen beugen.

Erster Sieg von Zuzanna Kijanowska für den SVW

Beim Rudi Maier-Cup setzte sich bei den Senioren im Halbfinale die Freiburgerin Tanja Marie Fischoeder mit 15:5 gegen ihre Vereinskameradin Samira Assaad Dib, die spätere Dritte, durch und gewann auch das Finale gegen Viktoria Nikiforov aus Ditzingen mit 15:12 Treffer. Bei den Herren konnte sich der Freiburger Jörg Ruppenthal trotz einer 8:15 Niederlage im Halbfinale gegen Lucas Idler aus Böblingen noch als Dritter auf dem Podest einreihen.

Einen Waldkircher Sieg konnte bei der U9 bis U11 Zuzanna Kijanowska landen. Das Küken (Jahrgang 2014) setzte sich im Finalgefecht mit einem klaren 10:4 gegen Zola Efremkina aus Böblingen durch und bestätigte durch diesen Erfolg ihre zuletzt gezeigten guten Leistungen der vergangenen Turniere. Dort hatte sie bereits mehrere Podestplätze belegen und jetzt als Krönung die Goldmedaille umhängen lassen können. Überhaupt, die Siegerehrungen boten immer einen schönen Rahmen für die Gewinner und Platzierten. Der SVW-Abteilungsleiter bedankte sich beim Europa-Park für die zur Verfügung gestellten Eintrittskarten, aber auch bei den anderen Sponsoren der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, der Firma Hummel und den Stadtwerken Waldkirch.

Zufriedene Abteilungsleitung – kleine Generalprobe für die DM

Trotz des rund 10 Stunden dauernden Turnieres, gab es nur Lob für die Organisation von Abteilungsleiter Andreas Kaltenbach, unterstützt von Karoly Karlovich, der nebenbei sogar noch die Obmannprüfung erfolgreich absolvierte.

Allen voran lieferte die Turnierdirektion mit Jochem Huberich eine hervorragende Leistung ab, sehr gut unterstützt von Carsten Pflugfelder und Christian Fahrländer. Dass bei dem langen Tage ein gut funktionierender Kioskbetrieb unerlässlich ist, hob Kaltenbach ebenfalls hervor. Dafür zeichnete der Förderverein mit Andreas Haasis-Berner und Thomas Fink verantwortlich. Letzterer freute sich über die zahlreichen Eltern und auch die gute Stimmung hinter der Theke.

Zu guter Letzt galt das Lob generell den Helfern, den Eltern und Freunden des Fechtsports, die ebenso beim Auf- und Abbau der Technik und der Fechtbahnen kräftig mithalfen. Dass dies wieder so sei, dafür warb Abteilungsleiter Kaltenbach, in dem er schon einen Ausblick wagte. Am 30. Mai und 1. Juni wartet für den kleinen Verein und SVW-Fechtabteilung die nächste große Herausforderung mit der Ausrichtung der Deutschen U15-Meisterschaft.

Ergebnisse

– Südbadische Meisterschaften

U17 Herrendegen:

1. Platz Lucas Idler, Böblingen; 2. Pl. Jannek Buchholtz, Ditzingen; 3. Pl. Leonard Blaser, Tauberbischofsheim und Moritz Gabel, Lahr.

Aus Waldkirch: 7. Pl. Kristof Karlovich; 8. Pl. David Diangamo; 9. Pl. Karoly Karlovich.

U17 Damendegen:

1. Pl. Viktoria Nikiforov, Ditzingen; 2. Pl. Mila Masinde, Waldkirch; 3. Pl. Kristina Schwahn, Ditzingen und Svenja Heinrich, Hardheim-Höpfingen.

Aus Waldkirch: 5. Pl. Angelina Wendt; 6. Pl. Carla Graeve, 8. Pl. Nike Pflugfelder, 10. Pl. Helena Drayer, 13. Pl. Laura Hellmann.

U13 Herrendegen

1. Pl. Carl Eduard Moraw, Böblingen; 2. Pl. Linus Mathieu, Heidelberg; 3. Pl. Marc Jäger, Waldkirch und Leander Kammerer, Hardheim-Höpfingen.

U13 Damendegen

1. Pl. Anna Gurocak, Ditzingen; 2. Pl. Luana Eltarov, Laupheim; 3. Pl. Katharina Heinrich, Hardheim-Höpfingen und Irene Lusceac, Böblingen.

Aus Waldkirch: 5. Pl. Nayla Martin, 6. Pl. Florine Boll, Norina Celikel.

Rudi Maier-Cup

U9-U11 gemischt

1. Pl. Zuzanna Kijanowska Waldkirch, 2. Pl. Zola Efremkina, Böblingen; 3. Pl. Lennart Mosmann, Oberndorf und Sophie Zamfir, Rheinfelden.

U15 Herrendegen

1  Pl. Constantin Kammerer, Hardheim-Höpfingen; 2. Pl. Ben Ackermann, Konstanz; 3. Pl. Jakob Heckeler, Ditzingen und Luis Albrecht, Oberndorf; 7. Pl. Marc Jäger, Waldkirch.

U15 Damendegen

1. Pl. Annemarie Zwicker, Konstanz; 2. Pl. Kristina Schwahn, Ditzinger; 3. Pl. Leonie Marie Beer, Pliezhausen und Irene Lusceac, Böblingen; 18. Pl. Carla Ruppenthal, Freiburg;

Aus Waldkirch: 5. Pl. Carla Graeve, 6. Helena Drayer, 7. Nike Pflugfelder, 8. Mila Masinde, 11. Pl. Laura Hellmann, 12. Pl. Jialu Zhong.

Senioren, Herrendegen

1. Pl. Valentin Rosenmayer, Ditzingen; 2. Pl. Lucas Idler, Böblingen; 3. Pl. Julian Jean-Baptiste, St. Gallen und Jörg Ruppenthal, Freiburg;

13. Pl. David Diangamo, Waldkirch; 19. Pl. Frederik Heine, Freiburg; 23. Pl. Edwin Davis, Freiburg.

Senioren, Damendegen

1. Pl. Tanja Marie Fischoeder, Freiburg; 2. Pl. Jananeke Tholen, Ditzingen; 3. Pl. Viktoria Nikiforov, Ditzingen und Samira Assaad Dib, Freiburg;

5. Pl. Elea Krüger, Freiburg;  6. Pl. Angelina Wendt, Waldkirch. 12. Pl. Elisa Guimaraens, Freiburg.

Vorschau: Deutsche Meisterschaften der U15 im Herren- und Damendegen am 31.5./1.6. in Waldkirch.

Deutsche U15 Fechtelite kämpfte in Waldkirch um deutsche Meistertitel

Viele spannende und packende Gefechte im Damen- und Herrendegen  – Südbaden I -Team wurde Sechster – Theodor Zwicker aus Konstanz wurde Dritter

Die Titelträger der Deutschen U15 Meisterschaft im Damen- und Herrendegen heißen Katie Busch (Heidenheim) und Levi Deng (Frankfurt). Herausragend aus südbadischer Sicht ist der 3. Platz von Theodor Zwicker vom FC Konstanz. Das Team von Südbaden I mit Sebastian Hentschel vom SV Waldkirch drang auf Rang 6 vor. Der Lokalmatador musste sich im Einzel mit Platz 41 begnügen. Die nationalen Mannschaftstitel gewannen bei den Buben Nordrhein und bei dem Mädchen Württemberg.

Es herrschte eine prächtige Stimmung in der vollbesetzten Kastelberghalle. Einige Vorrundengefechte mussten am Samstag aufgrund der Teilnehmerzahl sogar in der benachbarten BSZ-Sporthalle ausgetragen werden. Auf 16 Fechtbahnen flossen von Beginn an die Schweißperlen, angespannte Stimmung, volle Konzentration, viele Freuden, aber auch Enttäuschungsschreie. Es ging schließlich um die nationalen Meistertitel der Altersklasse U15 (Jahrgänge 2008 bis 2011). Die Bundesfahne und die aufgehängten Flaggen der Bundesländer verrieten es. Aus der ganzen Bundesrepublik waren die je 98 qualifizierten Nachwuchssportler im Damen- und  Herrendegen angereist. Matthias Henkelmann, Turnierleiter und Wettkampfmanager des Deutschen Fechter-Bund (DFB) hatte eine Menge zu tun, sorgte aber dennoch an beiden Tagen für einen reibungslosen Turnierverlauf. Mit den sportlichen Leistungen zeigte er sich zufrieden.

Bronze für Zwicker aus Konstanz

Im Einzelwettbewerb setzten sich am Samstag im Herrendegen die in der deutschen U15-Rangliste vorderen Platzierten durch. Im erstmals auf einer Hochbahn ausgetragenen Finale legte der Ranglistenerste Levi Deng (Frankfurt) gleich los, zeigte wer der Herr auf der Planche ist und gab seinen deutlichen Vorsprung nicht mehr ab und siegte souverän mit 15:7 Treffern und holte die Goldmedaille.

Aus südbadischer Sicht drückte Theodor Zwicker vom FC Konstanz seinen Stempel auf, holte den 3. Platz und somit Bronze. Sein Vereinstrainer Kai Hollstein zeigte sich sehr zufrieden „Eine Supervorrunde und KO-Gefechte“. Erst im Halbfinale musste der 15-jährige Zwicker mit 8:15 die Überlegenheit des neuen Deutschen U15-Meisters anerkennen.

Hentschel vom SVW frühzeitig draußen

Enttäuscht zeigte sich dagegen Sebastian Hentschel vom gastgebenden SV Waldkirch. Auf Platz 9 der deutschen Rangliste liegend hegte er zuhause große Hoffnungen. Doch letztendlich blockierte sich der 14-Jährige in der K.O-Runde selbst, analysierte Vereinstrainer Andy Langenbacher. Sein Schützling kam einfach nicht richtig ins Turnier, setzte sich wohl zu sehr unter Druck. Im K.O.-Gefecht gegen Louis Jacob (Hardheim/Höpfingen) lag er gleich in Rückstand, konnte den Hebel nicht mehr umdrehen. Mit einer deutlichen 7:15 Niederlage schied Hentschel frühzeitig aus und belegte nur den 41. Platz.

Mit den deutschen Meisterschaften zuhause in Waldkirch habe Trainer Andy Langenbacher bis auf eine Ausnahme kein Glück gehabt und reist deswegen lieber zu den auswärtigen nationalen Titelkämpfen. Die anderen Waldkircher fochten im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Karoly Karlovich wurde 57, Kristof Karlovich 66. und Valentin Patz 82. Sonnwin Huidi Franz (Rastatt) verpasste als Neunter nur knapp die Finalrunde. Moritz Gabel (Lahr) belegte Platz 42 und David Boulay (Immendingen) Platz 87.

Moderiert wurden die Finalgefechte um die Preise der Sparkasse von der einstigen Rollstuhlfechterin und Paralympicsiegerin Esther Weber. Sie stellte die Finalisten vor und erläuterte den Zuschauern den Verlauf der Gefechte.

Im Einzel die Hochburgen Heidenheim und Bonn vorne

Den Titel im Damendegen holte sich Katie Busch (Heidenheim). Die deutsche Ranglistenvierte setzte sich mit 15:11 Treffern gegen die Ranglistenführende Lea Marie Stumpf (Bonn) durch. Die zwei dritten Plätze belegten Maria Herz (Heidenheim) und Viktoria Nikiforov (Ditzingen). Helena Drayer und Angelina Wendt vom gastgebenden SVW errangen Platz 48 und 52. Die am besten eingeschätzte Lisa Huberich konnte verletzungsbedingt nicht teilnehmen. Annemarie Zwicker aus Konstanz belegte Platz 55.

Südbaden I auf Platz 6

Den deutschen Meistertitel mit der Mannschaft holte sich im Herrendegen Nordrhein vor Sachsen und Württemberg. Im Damendegen errangen Gold, Silber und Bronze die Landesverbände von Württemberg, Nordrhein und Nordbaden.

Südbaden stellte gleich vier Mannschaften, wobei bei allen noch Luft nach oben bestünde, attestierte Präsident Swen Strittmatter (Rheinfelden). Die Betreuung musste auf die Vereine aufgeteilt werden, da die Stelle des Landestrainers noch nicht besetzt sei. Am besten schnitt das Team Südbaden I mit Sebastian Hentschel (Waldkirch), Theodor Zwicker (Konstanz), Moritz Gabel (Lahr ) und Sonnwin Huidi Franz (Rastatt) mit Platz 6 ab. Im Kampf um den Einzug in das Halbfinale mussten sie sich knapp mit 43:45 des späteren Dritten Nordbaden beugen.

Südbaden II mit einem Waldkircher Team mit Valentin Patz, David Diangamo, Kristof und Karoly Karlovich belegte Platz 14. Unter dem Aspekt Erfahrung sammeln nahmen Südbaden I (Platz 15) mit Angelina Wendt (Waldkirch), Annemarie Zwicker (Konstanz), Mia Strittmatter (Rheinfelden) und Lina Gleich (Rastatt) und Südbaden II (Platz 17) mit Nike Pflugfelder, Helena Drayer und Carla Graeve (alle Waldkirch) an Mannschaftswettkämpfen teil.

Am 20./21. Mai Deutsche U15-Meisterschaft in Waldkirch

Je 98 Degenfechterinnen und -fechter kämpfen in Waldkirch am Wochenende um die deutsche U15-Meisterkrone

Am Samstag geht es um den Einzel-, am Sonntag um den deutschen Mannschaftsmeistertitel – Waldkircher Nachwuchsfechter auch am Start

Am Samstag, Sonntag, 20. und 21. Mai sind die besten U15-Degenfechter aus allen Bundesländern zu Gast in Waldkirch und kämpfen bei den Buben und Mädchen um die deutsche Meisterkrone. Am Samstag wird um den Einzel-Titel und den Preis der Sparkasse gefochten und am Sonntag um den Mannschaftstitel. Für die DM haben sich auch Waldkircher U15-Fechter qualifiziert.

Erstmals finden an einem Wochenende und am gleichen Ort sowohl im Damendegen als auch Herrendegen die nationalen Meisterschaften der U15 statt. In beiden Einzelwettbewerben sind jeweils 98 Fechterinnen und Fechter in der Kastelberghalle am Start. Für die Fechtabteilung des SV Waldkirch mit Abteilungsleiter Andreas Kaltenbach ist es als Ausrichter organisatorisch eine Riesenherausforderung. Veranstalter ist der der Deutsche Fechter-Bund, für den vor Ort Matthias Henkelmann verantwortlich zeichnet.

Auf 16 Bahnen beginnen die für die Deutschen Meisterschaften (DM) qualifizierten Nachwuchsfechter der Jahrgänge 2008 bis 2011 ab 9 Uhr ihre Wettkämpfe. Aufgrund der vielen Teilnehmer müssen einige Gefechte noch zusätzlich in der BSZ-Sporthalle stattfinden müssen. Zudem wird es ein langer Tag werden. So werden die Finalgefechte der acht Besten am Samstag sowohl bei den Mädchen und Buben erst gegen 18 Uhr erwartet. Am Sonntag ab 9 Uhr kreuzen die Länderteams ihre Klingen und tragen die deutschen Mannschaftstitelkämpfe aus; die Finalgefechte werden gegen 15 Uhr erwartet.

Fünf Waldkircher am Start – Sebastian Hentschel hat Großes vor

Vom gastgebenden SV Waldkirch haben sich bei den Buben fünf Degenfechter qualifiziert, von denen Sebastian Hentschel die größte Rolle erwartet wird. Vereinstrainer Andy Langenbacher strebt für seinen 14-jährigen Schützling einen ehrgeizigen Platz unter den Top 10 an. Im vergangenen Jahr hat er Platz 61 belegt, allerdings als U13 Fechter. Doch Hentschel hat sich gesteigert, ist gereifter, so dass für den deutschen U15-Ranglisten-Neunten ein Platz unter den Top 10 eine Klasseleistung wäre, so sein Coach. Und der Sportler selber? Natürlich hängt viel von der Tagesform ab. So wurde er zuletzt beim Deutschland-Challenge in Leverkusen „nur“ 23. Dennoch hat sich Sebastian Hentschel ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Auch er will unter die Top 10 und in die Finalrunde der besten Acht vordringen. Sein vorletztes Deutschland-Challenge in Leipzig macht ihm Mut. Dort belegte er Platz 5.

Und warum sollte träumen nicht erlaubt sein? Bei der letzten Deutschen Meisterschaft 2019 in Waldkirch holte mit Philine Kaltenbach in der damaligen B-Jugend sogar Bronze. Aber soweit denkt Hentschel nicht. Zuerst gilt es, gut in das Turnier zu kommen und von Gefecht zu Gefecht zu denken. Schließlich ist er mit seinen 14 Jahren noch im jüngsten teilnehmenden Jahrgang (U15 von 2008-2011).

Weiter für die DM qualifiziert haben sich vom SVW Kristof Karlovich, Karoly Karlovich, Valentin Patz und für die Mannschaft David Diangamo. Bei den Mädchen will sich Lisa Huberich einen Platz im Mittelfeld sichern, vielleicht springt auch ein Platz unter den ersten 30 heraus. Angelina Wendt, Helena Drayer, Nike Pflugfelder und Carla Graeve hoffen als Nachrückerinnen noch zum Zuge zu kommen.

Gezielte Vorbereitung

Seit Wochen haben sich die Waldkircher Musketiere gezielt auf die heimische DM vorbereitet. Durch den Wegfall des Landestrainings, Südbadens Verbandstrainer Jörg Ruppenthal hat seinen Posten aufgegeben und ein Nachfolger steht noch aus, hat sich die SVW-Abteilung für einen zusätzlichen Trainingsabend entschieden. Vereinstrainer Andy Langenbacher hat zusammen mit dem stark engagierten Übungsleiter Jochem Huberich zusätzliche Trainingseinheiten durchgeführt. Als Ergänzung durften die Teilnahmen an den drei wichtigsten U15-Deutschland Challenge-Turnieren in Frankfurt, Leipzig und Leverkusen nicht fehlen.

Für Sonntag werden sowohl im Herren- als auch Damendegen jeweils zwei südbadische Teams gemeldet, denen auch die Waldkircher angehören. Ein Blick in die Kastelberghalle wird sich lohnen, um einmal Meisterschaftsatmosphäre erhaschen zu können. Der Kiosk ist geöffnet und der Eintritt ist frei.

Turnier- und Zeitplan

Ort: Kastelberghalle Waldkirch, Freiburger Straße 16. Eintritt frei.

Veranstalter: Deutscher Fechter-Bund; Ausrichter: Fechtabteilung des SV Waldkirch

Samstag, 20. Mai  – Einzel

                                    Herren-Degen        Damen-Degen

Beginn:                          9.00 Uhr                     10.45 Uhr

Finalrunde          ab ca. 18.00 Uhr           ab ca. 18.00 Uhr

Moderation Finalgefechte durch Esther Weber (Paralympic-Siegerin 1992)

Sonntag, 21. Mai – Mannschaften (Damen- und Herrendegen)

Beginn:                          9.00 Uhr

Finale:             ab ca. 15.00 Uhr

Je nach Verlauf sind die Finalgefechte früher oder später möglich.

Im Anschluss an die Finalgefechte gleich die Siegerehrung.

Viel Arbeit hinter den Kulissen für die Heim-DM

Bereits die 15. Deutsche Meisterschaft in Waldkirch und trotzdem keine Routine

Mammutaufgabe der SVW-Fechtabteilung und des Fördervereins Fechten – Kioskbetrieb und freier Eintritt In der Kastelberghalle

Neben dem sportlichen Aspekt ist die Austragung einer Deutschen Meisterschaft (DM) vor allem eine organisatorische, riesengroße Herausforderung für den ausrichtenden Verein. So hat die Fechtabteilung des SV Waldkirch für die DM der U15 am Samstag, Sonntag, 20. und 21. Mai eine Mammutaufgabe vor sich. Die Vorbereitungen laufen aber schon seit Wochen, jetzt geht es in die heiße Endphase.

Es ist an vieles zu denken. Beim SVW-Abteilungsleiter Andreas Kaltenbach und dem Fördervereinsvorsitzenden Fechten, Andreas Haasis-Berner, laufen die Fäden zusammen. Schon etliche Sitzungen, Online-Gespräche und Abstimmungsrunden mit den anderen Verantwortlichen und Mithelfern liegen hinter ihnen. Es ist zwar bereits die 15. Deutsche Meisterschaft, die die Fechtabteilung ausrichtet, aber jedes Mal ist es eine Herkulesaufgabe, alles muss neu durchgegangen werden. Für Abteilungsleiter Kaltenbach sind es gar die ersten nationalen Titelkämpfe, für die er die Verantwortung trägt.

16 Fechtbahnen, große technische Anforderungen

2019 wurde zuletzt eine DM mit großem Erfolg  ausgerichtet. Dann kam Corona und alles stand stillt. 2020 und 2021 wurden vom Deutschen Fechter-Bund (DFB) gar alle deutschen Meisterschaften abgesagt. Seit letztem Jahr werden sie wieder ausgetragen und die Waldkircher Fechtabteilung hat sich wiederum um die Ausrichtung einer Meisterschaft beworben. Nach der Bestätigung durch den DFB galt es, die Kastelberghalle zu reservieren. Nachdem erstmals an einem Wochenende die Mädchen und Jungs der Altersklasse U15 auf der Planche stehen, reichen die 12 Bahnen in der Kastelberghalle nicht aus. Die restlichen Fechtbahnen mussten von auswärts organisiert werden, zusätzlich für die ersten Gefechte am Samstag musste die BSZ-Sporthalle angemietet werden. Die Melder, Kabel und gesamte Technik müssen nicht nur in ausreichender Anzahl da sein, sondern auch in einwandfreiem Zustand, wofür die Techniker der Abteilung gefragt sind, an vorderster Stelle Alexander Fuchs und Hubert Schäfer. Am Freitagabend muss alles stehen. Die Verantwortlichen des DFB, er ist der Veranstalter und Waldkirch der Ausrichter, nehmen alles ab und führen die Waffenkontrolle der Fechterinnen und Fechter durch. Schon da wuselt es in der Halle, die Anspannung wird da schon zu spüren sein. Während der beiden Turniertage muss ein Hallenarzt da sein, das örtliche DRK hat seinen wichtigen Bereitschaftsdienst zugesagt.

Doppelte Anzahl von Startern stellt neue Herausforderungen, Kioskteam gefordert

Die Abteilung muss den DFB mit seiner Turnierdirektion ergänzend unterstützen. Die Passannahme gilt es zu organisieren. Durch die doppelte Anzahl der Starter (je 98 Fechterinnen und Fechter sind startberechtigt) muss einiges neu überdacht werden. Mit den Trainern, Betreuern und Eltern ist ein großes Übernachtungsaufkommen da, das durch das verlängerte Wochenende für Manchen ein schwieriges Unterfangen ist. Sind die Gäste aus der ganzen Bundesrepublik angereist, sollen sie sich auch in der Orgelstadt und in der Fechthalle wohlfühlen. Dazu gehört die Verpflegung, für die sich das Kioskteam mit Julia Masinde und Kersten Kaltenbach kümmert und sich schon manche Gedanken für die richtige Auswahl für die Sportler als auch die Besucher gemacht haben. Neben dem beliebten Fleischkäse gibt es dieses Mal Kartoffelsuppe mit Würstchen und die gängigen Essen, zu denen natürlich auch Kaffee und Kuchen gehört. Es soll schließlich niemand hungern oder mit leerem Magen die lange Heimreise antreten müssen.

Flair einer Deutschen Meisterschaft selbst und live erleben

Natürlich gehört auch die Dekoration der Kastelberghalle zu den Aufgaben, für die die 16 Bundesflaggen aufgehängt werden, die Nationalhymne für die Siegerehrung muss da sein. Die Erstplatzierten bekommen neben den Medaillen vom Ausrichter noch Sachpreise. Für Waldkirch passend werden es dieses Mal Achatscheiben sein, die an die jahrhundertalte Tradition der Edelsteinschleiferei erinnern. Eine gewisse Tradition hat die Unterstützung der Sponsoren. Schon jahrelang unterstützen die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, die Stadtwerke Waldkirch, die Firma Hummel und der Europa-Park den Fechtsport in Waldkirch in seiner Breite und im Spitzensport. Sie leisten einen ganz wichtigen Beitrag, das hohe Niveau im Fechtstützpunkt Waldkirch so lange halten zu können. Dadurch ist es der SVW-Fechtabteilung schließlich auch möglich, sich für so große Turniere zu bewerben, die besten Jugendfechter Deutschlands nach Waldkirch zu locken und um die deutsche Meisterkrone zu fechten.

Moderation durch eine Paralympic-Siegerin

Vor der Siegerehrung sind extra Vorbereitungen für die Finalgefechte notwendig. Für diese übernimmt die einstige Rollstuhlfechterin und Paralympic-Siegerin Esther Weber die Moderation und erklärt die Abläufe und stellt die Finalteilnehmer vor.

So hofft die SVW-Fechtabteilung alles getan zu haben. Auch für die Waldkircher und nicht Fechtinteressierten lohnt sich ein Besuch. Schließlich gibt es nicht alle Tage die Möglichkeit, Deutsche Meisterschaftsluft zu schnuppern. Andreas Kaltenbach und Andreas Haasis-Berner wollen zusammen mit ihrer Mannschaft ein perfekter Gastgeber sein und Waldkirch gut präsentieren. Nach der Corona-Pause sollen diese 15. Deutschen Fechtmeisterschaften in Waldkirch schließlich wieder der Anstoß für weitere Bewerbungen sein. Ein Besuch der Waldkircher Bevölkerung würde dazu sicherlich auch motivieren.

Einzug in das Finale des Deutschlandpokals

SVW-Fechterinnen besiegen im Deutschlandpokal Schwenningen

Im Deutschlandpokal hat die Damenmannschaft des SV Waldkirch (SVW) in der 3. Runde Schwenningen besiegt und damit gleichzeitig die Finalrunde erreicht.

Im Heimkampf lagen die Waldkircher Degenfechterinnen nur anfangs zurück, konnten jedoch recht schnell den Spieß umdrehen, in Führung gehen und diese nach und nach ausbauen. Garant war die stabile Mannschaftsleistung von Julia Ehlermann, Iris Folz, Philine Kaltenbach und Judith Stihl. Der 45:36 Sieg bedeutete gleichzeitig den Einzug in die Finalrunde der besten acht Mannschaften, die im Juni in Duisburg ausgetragen wird.

Die nächste Runde nicht geschafft hat es die SVW-Herrenmannschaft, die auch gegen Schwenningen antreten mussten, aber auswärts. Dort mussten Jochem Huberich, Andy Langenbacher, Maxim Schmieder und Felix Stihl eine 31:45 Niederlage einstecken und sind somit ausgeschieden.

Viele Fechter beim Rudi-Maier-Turnier

Rudi-Maier-Turnier und offene Südbadische Meisterschaften lockten viele Fechter nach Waldkirch

Die SVW-Fechtabteilung Gastgeber für Fechter aus ganz Baden-Württemberg

Es war wie eine Neugeburt. Volle Halle, tolle Stimmung wie in einer großen Fechterfamilie. Das lag zum einen daran, dass die Corona-Beschränkungen alle weggefallen sind. Zum anderen wurden die südbadischen Meisterschaften U17 und U13 als IG-Q-Turnier für Baden-Württemberg ausgetragen. Das wiederum lockte Degenfechter aus ganz Baden-Württemberg wie aus Heidenheim, Tauberbischofsheim oder Heidelberg, die dann aber ihre Wettkämpfe dominierten. Das parallel laufende Rudi-Maier-Turnier war dagegen wieder mehr in südbadischer Hand, bei denen auch die gastgebenden Waldkircher Fechter gute Platzierungen errangen.

Alle Fechtbahnen wurden in der Kastelberghalle benötigt und auf ihnen fanden sehr viele und spannende Gefechte beim Rudi-Maier-Turnier statt, benannt nach dem einstigen Nationalmannschaftsfechter und Olympiateilnehmer des Jahres 1972 des Sportvereins Waldkirch (SVW). Bei den Aktiven, jetzt Senioren genannt, kam es im Damendegen zu einem rein Waldkircher Finalgefecht. Es setzte sich die Nachwuchsfechterin Philine Kaltenbach aus Mundingen gegen die erfahrene Judith Stihl aus Wildtal überraschend klar mit 15:9 durch. Die zwei dritten Plätze holten sich Iris Folz (SV Waldkirch) und Oksana Michel (Waldshut). Bei den Männern belegte Jochem Huberich den 10. Platz.

Stark besetzte U15

Sehr stark vertreten war der SVW bei der U15. Dort hatte Sebastian Hentschel einen sehr guten Lauf und drang in das Finale vor. Nach einem langen Turniertag waren beide etwas platt, wobei Jon Steffens (Bensheim) mit 15:11 Treffern die besseren Kraftreserven hatte. Dennoch kann sich der 2. Platz von Sebastian Hentschel sehen lassen. Dies trifft auch auf die anderen Platzierungen der SVW-Fechter zu: David Diangamo (5. Platz), Valentin Patz (7.), Kristóf Karlovich (8.) und Károly Karlovich (11.).

Bei Angelina Wendt (Waldkirch) war die Freude groß, als sie bis ins Halbfinale vordringen und sich den 3. Platz erkämpfen konnte. Die Plätze 5 bis 8 und 11 holten sich die SVW-Mädchen Lisa Huberich, Nike Pflugfelder, Helena Drayer und Carla Graeve. Den Sieg errang Emma Oberthür (Friesenheim) vor Svenja Heinrich (Hardheim-Höpfingen) und Annemarie Zwicker (Konstanz).

Sieg in der U11

In der Altersklasse U11 gingen die Mädchen und Jungens gemeinsam an den Start. Hier setzte sich vom gastgebenden SVW Marc Jäger (Ettenheim) durch, der das Finale mit 10:8 gegen Nico Weber (Lahr) für sich entscheiden konnte. Gemeinsame Dritte wurde vom SVW Helen Altfuldisch und Fabian Börner (Pliezhausen).

Lob für die Turnierausrichtung

Nicht nur bei den Sportlern gab es strahlende Gesichter. Auch die ausrichtende Fechtabteilung des Sportvereins erntete für die Organisation und Turnierausrichtung viel Lob. Im sogenannten Turnierdirektorium (TD) hatten Jochem und Anke Huberich sowie Barbara Hentschel den ganzen Tag lang alles fest im Griff. Sie sorgten mit ihrem Können, Übersicht und ausstrahlenden Ruhe trotz den vielen gleichzeitig verlaufenden Gefechten für einen geordneten Turnierablauf. Das führte sogar zur Anfrage, ob man das TD aus Waldkirch mieten könne.

Wichtig auch das leibliche Wohl, für das das Kioskteam des Fördervereins mit Kirsten Kaltenbach und Julia Masinde sorgte. Unterstützt wurden sie von den Eltern, die auch andere Tätigkeiten übernahmen wie die Passannahme, Auf- und Abbau der Fechtbahnen und Melder. Gerade nach den doch schwierigen Corona-Einschränkungen diente das Rudi-Maier-Turnier wieder dazu, sich langsam an den gewohnten Turnierablauf heranzutasten.

Ausrichtung auf die IG Baden-Württemberg goldrichtig

Keine Zeit zum Herantasten gab es bei den offenen südbadischen Meisterschaften, die erstmals als IG-Qu-Turnier ausgetragen wurden. In der Interessengemeinschaft (IG) Baden-Württemberg sind die Landesverbände Württemberg, Nordbaden und Südbaden vertreten. So waren die Fechter aus Heidenheim, Tauberbischofsheim, Heidelberg, Böblingen oder Ditzingen zu Gast in der Orgelstadt. Unter diesen sportlichen Voraussetzungen sei er wieder sehr gerne nach Waldkirch gekommen, so Heidenheims und früherer Bundestrainer Hans-Jürgen Hauch. Er war mit einer zahlenmäßig und qualitativ starken Mannschaft angereist, die in der U17 gar beide Meistertitel gewann. Im Herrendegen katapultierten sich die Heidenheimer Frederik Zimmermann vor Joannes Schenkengel und Paul Reich auf die Plätze 1 und 3, Zweiter wurde Colten Willers aus Ditzingen. Die noch in der U15 startenden Waldkircher Sebastian Hentschel, David Diangamo, Valentin Patz und Kristóf Karlovich versuchten sich in dieser höheren Altersklasse und belegten die Ränge 21, 27, 28 und 31.

Wie abgesprochen gab es im Damendegen die Vorherrschaft von Heidenheim mit Katie Busch (Platz 1), Viktoria Nikiforov mit Platz 2 aus Ditzingen und zweimal die Plätze 3 für Heidenheim mit Franziska Eichhorn und Gaia-Olga Leocata. Die noch eine Altersstufe unten fechtenden Angelina Wendt und Lisa Huberich vom SV Waldkirch belegten die Plätze 12 und 14. Etwas schwerer taten sich die SVW-Lokalmatadoren in der U13. Jonathan Maier wurde Siebter. Nike Pflugfelder und Carla Graeve erkämpften sich dagegen zusammen den 3. Platz. Graeve unterlag im Halbfinale Kristina Schwahn (Ditzingen)mit 5:10  und Pflugfelder musste sich mit 7:10 der späteren Siegerin und südbadische Meisterin Annemarie Zwicker aus Konstanz beugen.

Es war das mit Abstand seit langem best besuchteste Turnier, bilanzierte Turnierleiter Jochem Huberich und Abteilungsleiter Andreas Kaltenbach. Zudem fühlten sich die Fechter und Begleiter richtig wohl und genossen wieder die Turnierluft. Die Medaillengewinner freuten sich zudem über die Eintrittskarten des Europa-Parks, einer der Unterstützer der Fechtabteilung. Abteilungsleiter Kaltenbach dankte deshalb dem Europa-Park mit der Familie Mack, der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, der Firma Hummel und den Stadtwerken Waldkirch für die Treue und Verbundenheit besonders in der sehr schwierigen Corona-Zeit. Sein Dank galt den vielen Fechterinnen und Fechter, die zum Teil eine lange Reise auf sich nahmen. Groß ausruhen können sie sich nicht, denn die nächsten Turniere folgen nun in kurzen Zeitabständen, dies vor allem im Blick und Qualifizierung für die Deutschen Meisterschaften in den verschiedenen Altersklassen, eine davon sogar in Waldkirch.

Vor 50 Jahren bei Olympia bis heute – Ausstellung

Ausstellung „Waldkircher Weltklassefechter – Seit den Olympischen Spielen 1972 auf Erfolgskurs“ – Vom 14.10. bis 4.11.2022 in der Sparkasse

Vor 50 Jahren -Ein Meilenstein und Höhepunkt in der Geschichte des SV Waldkirch waren die Olympischen Spiele 1972 in München mit der Teilnahme von SVW-Degenfechter Rudi Maier (1945 – 2017). An dieses Topereignis  erinnert eine Ausstellung in der Sparkasse Waldkirch vom 14. Oktober bis 4. November 2022. Sie gibt einen Überblick über die größten Erfolge und Entwicklung der Waldkircher Fechter.

Rudi Maier in jungen Jahren

Rudi Maier im Jahre 2006

 

 

1972 Ausgangspunkt einer Erfolgsgeschichte

1956 gegründet. 1972 ein Waldkircher Fechter bei den Olympischen Spielen in München. Seither konnte die SVW-Fechtabteilung immer wieder durch nationale und internationale Erfolge glänzen. Die Ausstellung gibt einen Überblick über den Werdegang und Entwicklung, mit ihren Trainern, Paralympic-Erfolgen, Teilnahme an Welt- und Europameisterschaften, Medaillen bei Deutschen Meisterschaften. Eine „Hall of Fame“ schon an der Fenster-Außenfront zeigt diese beeindruckende Bilanz.

Unterstützung durch Firmen – mehrere Auszeichnung für die Vereinsarbeit

Eine Tafel informiert auch über die Unterstützung der Waldkircher Fechter durch die Stadtwerke Waldkirch, den Europa-Park, die Firma Hummel und die gastgebende Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau.

Dank der jahrzehntelangen Erfolge ist die Fechtabteilung südbadischer Stützpunkt, „Landesleistungsstützpunkt Degen Baden-Württemberg“ und „Zentrum für Nachwuchs-Leistungssport des Deutschen Fechter-Bund“.

Förderverein zog die Fäden für die Ausstellung

Geplant und vorbereitet wurde die Ausstellung vom Förderverein Fechten. Die beiden Vorsitzenden Andreas Haasis-Berner und Thomas Fink haben viel Herzblut eingebracht. Die Grundzüge wurden mit der Sparkasse in mehreren Gesprächen und Telefonaten vorbereitet. Ein Dank gilt Thomas Walz als den für die Veranstaltung maßgebliche Person der Sparkasse.

Besprechung mit Herrn Walz und Kleiner in der Sparkasse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausstellungsdauer:

Fr. 14.10.2022 – Fr. 4.11.2022

Eröffnung am Do. 13.10. um 18 Uhr

Ausstellungsort:

Beratungscenter Waldkirch der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, 79183 Waldkirch, Damenstraße 8

 

Öffnungszeiten – Während den Öffnungszeiten der Sparkasse Waldkirch

Mo         09:00-12:00 Uhr, 14:00-16:30 Uhr

Di         09:00-12:00 Uhr, 14:00-16:30 Uhr

Mi         09:00-12:00 Uhr

Do         09:00-12:00 Uhr, 14:00-18:00 Uhr

Fr         09:00-12:00 Uhr, 14:00-16:30 Uhr

 

Sommerlehrgang – Von Südbaden nach Augsburg Saisonvorbereitung

Der südbadische Fechterbund hatte zum alljährlichen Sommerlehrgang nach Waldkirch eingeladen. 25 Fechterinnen und Fechter aus Freiburg, Rastatt, Lahr und Waldkirch, nutzten am südbadischen Stützpunkt die Gunst der Stunde, unter der Anleitung von Waldkirchs Trainer Andy Langenbacher sich auf die neue Saison vorzubereiten. Zum ersten Male mit dabei drei Augsburgerinnen, die den Lehrgang mit einem Kurzurlaub verknüpften

An drei Tagen erfolgte am Ende der Schulferien in der Kastelberghalle der klassische Einstieg mit Aufwärmen, Spielen und Beinarbeit. Gefochten wurde auch, Lektionen und viele  Gefechte standen auf dem Trainingsprogramm. Vor allem die jungen Fechter waren sehr engagiert und einsatzfreudig. Aber auch drei Veteranenfechterinnen aus Augsburg waren begeistert und fühlten sich bei dem Lehrgang toll und herzlich aufgenommen. Unterstützt wurde Vereinstrainer Andy Langenbacher von Rainer Volk, dem Lehrwart der Rastatter Fechtabteilung. Das Vorstandsmitglied des südbadischen Fechterbunds freute sich, dass Langenbacher den gewohnten Lehrgang für den ausgeschiedenen Landestrainer Jörg Ruppenthal übernommen hat. Denn durch die sehr späten Schulferien in Baden-Württemberg sei man gegenüber den anderen Bundesländern stark im Nachteil, die ihre ersten Trainingseinheiten hinter sich haben. Gerade bei den ersten Türnieren, die im September und Oktober beginnen, sei dies für die anderen ein großer Vorteil. Umso mehr freute sich Volk, dass die Lehrgangsteilnehmer dieses Handicap etwas auffangen können.

Wichtig sei auch, gegen Fechter aus anderen Vereinen die Klingen kreuzen zu können, betonte Lehrgangsleiter Andy Langenbacher. Ein schöner Nebeneffekt war auch die gemeinsame Mittagszeit, die dem Miteinander und dem Teambildung dienten, auch wenn bei den anstehenden Turnieren gleich wieder gegeneinander gefochten wird.

Augsburgerinnen genossen Fechtlehrgang in Waldkirch und in Simonswald mit Kurzurlaub

Wie sehr man Sport, Hobby mit Erholung und Urlaub verbinden kann, zeigten drei Fechterinnen aus Augsburg. Sie nutzten den Fechtlehrgang in Waldkirch, um den Schwarzwald, Land und Kultur kennenzulernen.

Drei befreundete Fechterinnen des TV Augsburg sind hie und da gemeinsam unterwegs und wollen neben der Fechtplanche auch die dortige Umgebung, Kultur und Kulinarik kennenlernen. Unter diesem Aspekt waren sie schon in Erfurt und Paris. Jetzt war die Kandel- und Orgelstadt Waldkirch ihr Ziel. Anke Bartel, Dr. Renate Ulm und Anja Schmid-Pfaus haben die Lehrgangsausschreibung des südbadischen Sommerlehrganges in Waldkirch über die DFB-Homepage entdeckt. Erstmals war er auch für die älteren Veteranen V40 ausgeschrieben. Ein kurzer Anruf bei der hiesigen SVW-Fechterin Judith Stihl – man kennt sich, so Anke Bartel – und schon war die Entscheidung gefallen.

 

Die drei informierten sich, was sie von Mittwoch bis Samstag rund um Waldkirch unternehmen könnten. Die erste Auswahl fiel auf das Simonswäldertal als Unterkunft. Ganz glücklich sind sie mit ihrer Ferienwohnung auf dem „Schiebenrotenhof  an einem kleinen, süßen Bächlein erzählt Anja Schmid-Pfaus in der Fechthalle. Der Bauernhof sei mit dem Esel oder dem Frühstücksei von den dortigen Hühnern greif- und erlebbar. Toll auch die Fürsorge, dass Daniela Wehrle extra für sie das Frühstück früher vorbereitet, damit sie rechtzeitig im Training sein können.

Dann stehen die drei Veteranenfechterinnen in der Kastelberghalle am südbadischen Stützpunkt, umgeben von jungen Fechterinnen und Fechter. Auch hier wurden sie gleich gut aufgenommen und genossen die Lehrgangsatmosphäre unter der Leitung von Waldkirchs Vereinstrainer Andy Langenbacher. Die Trainingsinhalte seien gut auf sie zugeschnitten. Alle drei stahlen. Es sei die richtige Entscheidung gewesen, nach Waldkirch und Simonswald zu kommen Natur pur im Schwarzwald und sich auf die neue Saison vorzubereiten. Einfach ideal, betonen sie.

Außerhalb der Halle haben sie schon einiges unternommen und die Gegend erkundet wie beispielsweise den Titisee. Vor der Abreise haben sie noch einiges vor. Die Musikwissenschaftlerin Dr Ulm will noch etwas über den Orgelbau erfahren, entweder in einer Orgelbaufirma oder im Elztalmuseum. Den Baumkronenweg im Waldkircher Naturerlebnispark wollen sie auf jeden Fall noch mitnehmen. Zu guter Letzt wollen sie den „Altersbach“ anpeilen, um eine Original Schwarzwälder Torte zu genießen. Wie heißt doch ihre Devise: Sport, Kultur und Kulinarik miteinander verbinden. Ihr Kurzurlaub im Rahmen des Fechtlehrganges hat ihnen schon am Freitagmittag sehr gut gefallen. Vielleicht kommen sie nächstes Jahr wieder.