Von Kanada nach Waldkirch – Fechten auf Weltniveau

Über 100 Teilnehmer aus über zehn Ländern werden erwartet – 24. Weltcup-Turnier der Juniorinnen im Damen-Florett am 1. Februar – Nationale Ausscheidung am 31. Januar

Waldkirch (br). Die Fechtweltelite wird am 31.1 und 1. Februar 2004 in Waldkirch die Klingen auspacken. Erwartet werden über 100 Teilnehmerinnen aus über 10 Nationen, die im Juniorenalter (17 – 20 Jahre) mit dem Florett um Weltcup-Punkte kämpfen.

Erwartet werden alle Führenden der Weltrangliste wie die gegenwärtige Erstplatzierte, die Italienerin Marta Cammilletti, die Deutsche und frisch gebackene Europa-Meisterin Carolin Wutz und Emily Gross aus den USA. Sie haben nur einen dünnen Vorsprung, so dass ihnen die Konkurrenz aus Italien, Polen, Frankreich, Russland und Kanada hautnah im Nacken sitzen. Nach den Turnieren in Italien, Ungarn kommen die Florettjuniorinnen direkt aus Montreal (Kanada) über den großen Teich in die Orgelstadt Waldkirch.

Mit zu den Favoriten in der Waldkircher Kastelberghalle zählt Marta Cammilletti, die im letzten Jahr in Waldkirch erst im Finale verlor sowie Carolin Wutz, die vor einem Jahr Dritte wurde. Beide zeigen sich Ende des Jahres 2003 in bestechender Form. Die Italienerin erkämpfte sich vor heimischem Publikum den 3. Platz und die aktuelle deutsche Juniorenmeisterin Carolin Wutz (FC Tauberbischofsheim) gewann das Weltcup-Turnier Anfang Dezember in Leszno (Polen). Kurz zuvor krönte sie ihre bisherige Karriere: Im November wurde sie Europameisterin der Florett-Juniorinnen und kommt so mit großem Selbstvertrauen nach Waldkirch.

Mit geringem Abstand in der Weltcupwertung folgen ihnen Emily Gross, die das Turnier in Jesi (Italien) gewann, sowie Benedetta Durando (Italien) und Katarzyna Kryczalo (Polen), die vor einem Jahr den 2. Platz in der Weltrangliste errang. Aber auch Maria Bartkowski (Tauberbischofsheim) will ganz vorne mitmischen und ihren 10. Weltrangplatz verbessern. Beim letzten Weltcup-Turnier in Polen stand sie als Dritte auf dem Siegerpodest, nachdem sie beim Weltcup in Bochum Mitte November schon Fünfte wurde.

Schon etliche Olympiasieger und Weltmeister in Waldkirch

Das Turnier, das unter der Schirmherrschaft von Regierungspräsident Dr. Sven von Ungern-Sternberg steht, beginnt in der Kastelberghalle am Samstag, 31. Januar 2004 um 14.00 Uhr mit der nationalen Ausscheidung, in der die nicht qualifizierten deutschen Fechterinnen um die noch freien Plätze kämpfen werden. Der Weltcup mit der internationalen Junioren-Elite (Jahrgang 1984-1986) beginnt am Sonntag, 1. Februar um 8.45 Uhr, das Finale der besten acht Fechterinnen wird gegen 16.30 Uhr erwartet.

Bereits zum 24. Mal ist Waldkirch Austragungsort dieses Weltklasseturniers, das schon viele Weltmeister und Olympiasieger wie Anja Fichtel-Mauritz oder Sabine Bau gesehen hat. Eine feste Größe im Aktiventeam ist Rita König, die 1996 das Waldkircher Turnier gewann und in Sydney 2000 Vize-Olympiasiegerin wurde. Derzeit belegt sie bei den Aktiven den 7. Platz der Weltrangliste. Viele Namen stehen in der aktuellen deutschen Rangliste, die allesamt schon in Waldkirch gefochten haben wie Gesine Schiel (Waldkirch-Siegerin von 1995), Martina Gutermuth oder Katja Wächter (Waldkirch Siegerin von 2001).